Refit

Warum dieser Anker

Ankertypen gibt es wie Sand am Meer.

Welcher ist der beste?

Ich meine natürlich, welcher ist für mich und meinem Bootstyp am besten.?

Welcher passt in meine Bugrolle. Wie lang ist der Ankerschaft? Passt der noch vor die Ankerwinsch? Passt dann auch noch der Ankerwirbel? Wo werde ich Ankern? Auf welchen Grund werde ich Ankern? Mal wieder Fragen über Fragen. Ach ja, da ist die Sache auch noch mit dem Preis.

Morian hat einen 21 kg CQR Anker auf ihrer Bugrolle. Vor 32 Jahren war das noch State of the Art. Aber heute?

Ich war nie so Glücklich mit diesem Anker. Er gräbt sich fast immer sehr zögerlich ein. Auch auf Sand dauert es lange und ich pflüge rückwärts über das Ankerfeld. Wenn ein bisschen Seetang dabei ist muss ich immer mal wieder einen neuen Anlauf nehmen. Und das mit meiner Handankerwinde. Nein, ich möchte das nicht mehr.

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Fragt man Leute die viel Ankern gibt es die unterschiedlichsten Antworten. Fragt man Weltumsegler wird die Sache schon einfacher. Es kristallisieren sich nur noch ein paar Ankertypen raus die immer wieder genannt werden. Bügelanker, Delta Anker, Rocna Anker, Vulcan Anker und Kobra Anker. Also dann, wenn man einen Anker mit Pflug haben möchte. Und ich möchte einen. Denn der passt am besten in die Bugrolle. Auch  sind die Preisunterschiede beträchtlich. Von ca.230€ für einen 25 Kg. Kobra bis zu ca. 800€ für einen 25 Kg Vulcan Anker von Rocna. Die Angaben welche Größe man nehmen soll sind von Hersteller zu Hersteller auch unterschiedlich.

Ich schaue bei den Empfehlungen des Germanischen Loyds nach. Morian wiegt ungefähr 10 to. Der Germanische Lord empfiehlt bei Anker mit hoher Haltekraft für 8 to. 17 kg Ankergewicht und für 12 to. 21 kg Ankergewicht. 10 to. geben die nicht an.

Natürlich ist das Schiffsgewicht nicht alleine dafür verantwortlich wie schwer der Anker sein soll. Manche Schiffe haben wenig Windwiederstand andere einen höheren. Das stampfen vor Anker ist auch zu berücksichtigen. Die Ankerkette ist dann wichtig und sie hat im Durchhang  eine federnde Funktion, um Spitzenlasten vom Anker zu nehmen. Die Fläche der Flunken, die sich in den Sand eingräbt ist auch zu berücksichtigen.

Ich frage einen Weltumsegler in unserem Verein.

Er schwört auf den Rocna Anker. In den 5 Jahren seiner Weltumsegelung hat er nie Probleme gehabt. Das hört sich doch schon mal gut an. Ich frage andere Segler. Es stellt sich bei mir heraus, das der Rocna und der Bügelanker sehr weit vorne liegen. Ich lese Testberichte von der Yacht und von anderen englische Publikationen. Ich lese Bücher. Ronca ist auch wieder sehr weit vorne. Der Kobra macht auch eine sehr gute Figur. Und der Kobra ist von allen Ankern auch noch der billigste. Na dann. Letztes Jahr habe ich mir ja den Kobra Anker für meine Reise über die Biscaya nach Galizien und zurück gekauft. Er hat viel besser wie mein alter CQR gehalten. Leider habe ich ihn ja in einer der zahlreichen Ankerbuchten verloren. Der Gefiel mir schon gut. Aber durch seine Form passte er schlecht in meine Bugrolle. Der Schaft war auch ein wenig zu Lang und passte gerade so bis kurz vor die Ankerwinsch. Es war schwer den Anker auf der Bugrolle fest zu fixieren. Auch war er schlecht verarbeitet. Die Verzinkung platze schon ab und der Schaft ist wirklich scharfkantig.

Ich lese in englischen und amerikanischen Foren. Immer wieder taucht der Rocna Anker auf. Viele Weltumsegler sind begeistert. Ich kenne jetzt auch mehrere Segler die auf Ihn schwören. Also besuche ich die Internetseite der Firma, lade mir ein 1:1 Muster zum Downloaden runter, um mir ein Pappmodell zu bauen. So kann ich herausfinden, ob der Anker auf meine Bugrolle passt. Ja, und er passt. Ich schaue nach dem Preis und setze mich erst mal hin. Um die 650€ kostet der Anker bei den Versendern. Puhh, soll ich nicht doch den Kobra nehmen?. Ich sehe mir den Rocna Anker auf der Messe an. Was für einTrümmer ist das denn. Er begeistert mich sofort. Der sieht nach Hightech aus mit einem Bügel, der dafür sorgt, dass der Anker nicht auf dem Rücken landen kann. Und dann diese Flunken. Riesig sind sie. Größere habe ich bei einem 25 Kg Anker noch nicht gesehen. Ich stelle mir vor, dass sich diese große Fläche  in den Sand eingräbt. Das hält! Und diese scharfe Flunkenspitze. Sie gräbt sich schnell ein. Die Verarbeitung ist sehr sauber.

Ich bestelle den 25 kg Rocna Anker!

Hier ist der Unterschied der Fläche zu sehen von meinem 21 kg. CQR mit dem 25 kg. Rocna. Was für ein Unterschied!

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So bin ich an das Thema Anker ran gegangen. Anders geht es sicherlich auch. Ob ich an alles Gedacht habe weiß ich  nicht. Ich für meinen Teil habe aber mit guten Gewissen diesen Rocna Anker  gekauft. Auch habe ich mehr Geld ausgegeben als ich wollte. Ob er sich bei mir bewährt ? Das weiß ich jetzt noch nicht. Ich werde berichten. Wenn der Anker Käse ist, wird er vielleicht auch in einer Bucht in Galizien ertränkt. Das ist aber eine andere Geschichte…

 

WARUM GENAU DIESE ANKERKETTE

Vorgestellt habe ich mir eine 10mm Ankerkette mit Zertifikat  zu besorgen. Sie sollte 50 Meter lang sein.

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Feuerverzinkt oder Edelstahl war hier die Frage. Edelstahl 1.4571 oder 1.4462. Edelstahl 1.4571 soll gut für unsere Breiten sein. In wärmeren Gewässern sollte man 1.4462 nehmen. Diese Legierung ist korrosionsfrei.

Welche Kettennuss brauche ich für welche Ankerkette?

Chinakracher oder Kette mit Zertifikat?

Güteklasse G30 oder was?

Ich schaue in mein Portmonee und sehe so ein großes Loch, dass die ganze Ankerkette durchrauschen kann.

Ein Problem löst sich von alleine. Und zwar das mit der Kettenstärke 8mm oder 10mm.

Ich schaue in den Ankerkasten und sehe, das ich nicht sehr viel Platz habe. Damit die Kette ohne sich zu verklemmen sauber in den Ankerkasten fallen kann, braucht sie bei einer Horizontalen Ankerwinde, mindestens 30 cm Rest Fallhöhe.  Und zwar dann, wenn die komplette Ankerkette im Ankerkasten ist. Bei einer Vertikalen Ankerwinde braucht es noch mehr an Fallhöhe. Denn die einzelnen Kettenglieder müssen nicht nur sauber über die Kettennuß geführt werden sondern auch noch einen 90 Grad Knick runter in den Kettenkasten vollbringen. Bei dieser Version ist eine Edelstahlkette besser. Sie rutscht und knickt durch Ihrer glatten Beschichtung einfach besser.

50 Meter 10 mm Kette passen einfach nicht in den Kettenkasten

Also, es wird eine 8mm Kette.

Die Preise variieren beträchtlich von ca. 4€ der Meter  8mm Kette verzinkt als Chinakracher ohne Zertifikat bis 34€ der Meter  8mm Kette in 1.4462 Chromox Duplexstahl mit Zertifikat.

Bei den üblichen Versendern kosten diese Ketten zwischen 6€ und 17€ der Meter ohne Zertifikat.

Und dann gibt es noch verschiedene Güteklassen bei den Ankerketten. Die „normalen“ Ketten haben die Güteklasse G30. Bei 8 mm Kette bedeutet dass eine Bruchlast von 3,2 kN. Es gibt aber auch Hochfeste Ankerketten der Güteklasse G40 oder noch mehr.

Ich finde herraus, dass bei 8mm Kette G30 die Bruchlast 32 kN ist. Bei 8mm Kette G40 ist die Bruchlast 43 kN. Das hört sich doch gut an mit der G40 er Güteklasse. Ist mir sowieso lieber. Denn ursprünglich wollte ich ja eine 10 mm Kette haben. Die hat ja eine höhere Bruchlast als die 8mm Kette. So komme ich wenigsten ein wenig näher an die Bruchlast der 10mm Kette.

Aber da war ja mein Problem mit dem Loch…

Ich suche weiter im Netz.

Da ist sie!!!

Lofrans Hot Dip Galvanized Grade 40 Chain with Certificate in 8mm mit einer Bruchlast von 42 kN!

Und das ganze für ca. 6,00€ der Meter.

Herausgefunden habe ich auch, dass die Ankerketten nach DIN oder ISO bemaß sind.

Das ist wichtig wenn man eine Ankerwinsch bestell . Sie muss mit der richtige Kettennuß ausgestattet sein. Aber es ist doch einfacher als gedacht. Bei 6,8 und 13mm Kettenstärke ist die Nußgröße bei DIN und ISO gleich. Aufpassen muss man bei 10 mm Ankerkette. Dort unterscheidet es sich ob man DIN oder ISO nimmt.IMG_5324 2

Ich bestelle 60 Meter 8mm Ankerkette der Güteklasse G40. Nach 10 Tagen wird sie per Spedition geschickt. Der Anker kommt auch direkt mit.

Warum ich diesen Anker genommen habe ist eine andere Geschichte…

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Ach ja, ich habe mit Lofrans nichts zu tun und habe auch kein Preisnachlass bekommen!!

ICH TEILE EINFACH MEINE ERFAHRUNGEN MIT EUCH.

 

Morian braucht eine neue Ankerwinsch. Und zwar eine Elektrische.

Bis jetzt habe ich meinen 22 Kg CQR Anker immer mit der Hand hochgezogen. Das ist ein Kraftakt und tut meinem lädierten Rücken sowieso nicht gut. Auch ist es gefährlich, den Anker samt Geschirr nicht schnell genug aufs Boot zu befördern. Mit der alten Hand Ankerwinsch von Vetus bin ich nie warm geworden. Von Hand betrieben befördere ich mit einem Hub ca. 20cm. Kette ein. Bei 30 und mehr Metern bringt das kein Spass. Deshalb gebe ich beim Ankeraufnehmen ein wenig Gas nach vorne, kuppele aus und renne nach vorne. Dann ziehe ich von Hand das Geschirr so lange hoch, bis keine Fahrt voraus mehr ist. Also schnell wieder ins Cockpit, erneut Gas geben und die ganze Prozedur noch mal von vorne. Nein, dass bringt wirklich kein Spass…

Ich träume von der 1500Watt Lofrans Tigers Ankerwinsch samt 50m 10mm Kette und dem 25 Kg Ronca Anker. Je größer des so besser ist meine Devise. Auch möchte ich einen Funkfernschalter mit Kettenzähler haben. Für den Einhandsegler eine feine Sache. Zwei Fußschalter in der Nähe von der Ankerwinde machen die Sache für mich perfekt.

Nur bekomme ich Traum und Realität nicht zusammen.

Und zwar liegt es daran, wieviel Platz ich auf meinem Verdeck habe und wie groß mein Ankerkettenfach ist. Morian´s Ankerkasten ist vollkommen geschlossen ohne Deckel ganz vorne im Bug verbaut. Einen Zugang gibt es nur von der Vorderkoje aus. Ein Loch im Deck durch V4a Geschützt befördert die Kette in die Tiefe des Ankerkastens. Das Schott am Fussende dient als Wand zum Ankerkettenkasten. Die alte Ankerwinsch ist durchs Deck verbolzt mit großen Gegenplatten auf der Unterseite verstärkt. Die beiden achtetern Bolzen sind kurz vor der Wand durchbohrt. Genau da, wo das Winkellaminat von der Wand ist. Das ganze wird dann noch mit großen Gegenplatten verstärkt. Das ist sehr robust. Genauso möchte ich auch die neue Winsch montieren.

Leider passt die große Lofrans Tigers Winsch nicht. Sie nimmt viel zu viel Platz weg auf dem Verdeck. Es wird sehr schwer sein von vorne über den Bugkorb zu steigen um an Deck zu kommen.

Es wird eine Nummer kleiner. Und zwar die 1000Watt  Lofrans Cayman. Die ist auch ausreichend Dimensioniert für meine Morian. Da ich ein 24 Volt System durch meinen Bugstrahlruder habe und vorne meine Batterien sind. entscheide ich mich für die 24 Volt Lösung. Dadurch brauche ich auch nicht so dicke Anschlusskabel. 25qm anstatt 35qm.

Der Einbau ist mühevoll und mit vielen Verrenkungen meinerseits vorangegangen. Aber nach 20 Stunden Arbeitszeit war die Winsch verbolzt und an den vorderen Batterien angeschlossen sowie der Empfänger von dem Funkfernschalter und die beiden Fußtaster .

Vorher

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Nachher

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Auf die neue Ankerwinsch werde ich noch kleine Trendmaster Pads aufkleben, damit man nicht auf ihr ausrutschen kann.

Warum die  Ankerkette nur 8mm und nicht 10mm wurde und warum ich den Ronca  Anker genommen habe ist eine neue Geschichte…

 

Cockpitttisch aus Teak aufbereiten.

Mein alter Cockpittisch, der schon 30 Jahre alt ist, soll neu aufbereitet werden. Das Teak sieht total verwittert aus und an einigen Stellen gibt es dunkele Flecken.

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Mit 80er Schleifpapier und einem Schwingschleifer gehe ich der Sache auf den Grund. Dann folgt 120, 180 und 240 Schleifpapier. Das rohe Teak möchte ich aber nicht so lassen. Auf einer Halberg  Rassy habe ich einen wunderschön lackierten Teaktisch in Cockpit gesehen. Der sieht nach sehr viel Arbeit aus und hat mindestens 10 Lackschichten. Das sieht ja im ersten Jahr noch schön aus. Aber dann…

Ich entscheide mich für die Farbe „International Woodskin“. Dies ist eine flexible Holzöl/Klarlack Farbe. Diese Farbe hat eine sehr niedrige Viskosität und dringt tief in das Holz ein. Dadurch wird die Farbe bei einer Beschädigung nicht mit Feuchtigkeit unterwandert. Wenn das bei anderen Lacken passiert, entstehen immer diese unschönen Verfärbungen unter der Lackschicht. Auch ist die Verarbeitung einfach. Es ist kein Zwischenschliff notwendig und alle 2 Jahre muss nur eine neue Schicht aufgetragen werden. Und das, ohne vorher anzuschleifen. 3 Schichten habe ich aufgetragen und zwischen jeder Schicht habe ich 24 Stunden gewartet.  Erfahrungen mit dieser Farbe habe ich schon bei meinen Steckschotten und dem Niedergangsbereich gemacht, der mit Holz eingefasst ist. Ich bin zufrieden mit der Farbe, obwohl sie eine weichere Oberfläche hat.

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Die VA Teile habe ich mit VA Reiniger gesäubert. Die sehen nach 30 Jahren fast wieder wie neu aus.

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Die Arbeit hat sich gelohnt. Ausser Farbe für ungefähr 6 € und Schleifpapier für 3 € hat mich das nur ein bisschen Arbeit gekostet, was mir sehr viel Spass bereitet.

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Nach der Arbeit werde ich mit einer schönen Abendstimmung belohnt…

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Coppercoat, Zinkanode,Rumpfreinigung und Propeller.

Hans, unser Hafenmeister kennt meine spontanen Einfälle schon zu genüge.

Mit dem Auto fahre ich zum Hafen um einen Termin für das Kranen zu bekommen. Das Wetter soll in den nächsten Tagen gut werden. Ohne Regen aber dafür mit Sonnenschein. Also kann ich endlich Morians Unterwasserschiff aufpolieren und noch andere Arbeiten erledigen, die ich nur an Land erledigen kann. Was mir fehlt ist ein Termin für das Kranen.

Morgen Früh um 8 kann ich Morian kranen sagt Hans zu mir… Uffff…und in 2 Tagen musst du wieder ins Wasser. Ufff Ufff…

Da noch fast alle Boote an Land stehen, hat er kaum Platz für Morian.

Das ist eine Ansage. Von jetzt an habe ich noch 64 Stunden bis Morian wieder ins Wasser gekrant wird.

Ich stehe in Wolphaartsdijk!

Morian aber in Zierikzee. Wir haben 15:30 Uhr…

Mit Vollgas geht es zurück nach Zierikzee und als ich bei der Morian ankomme weht es mit 6 Bft. Schnell starte ich den Diesel und fahre auf die Osterschelde raus. Mit schönem Segelwind von Achtern erreiche ich die Roomportschleuse. Sie macht sofort auf. Was für ein Glück. Auch an der Zeelandbrücke musste ich nur 5 Minuten warten. Im Dunkeln komme ich in meinem Heimathafen an und lege mich direkt an die Krananlage….

Um 8:30 wird Morian ausgekrant und von jetzt an habe ich noch 49 Std. Zeit.

Gespannt bin ich wie Morian nach 2 ¾ Jahre ununterbrochen im Wasser aussieht.

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Das sieht ja alles noch ziemlich gut aus. Morian ist mit Coppercoat am Unterwasserschiff geschützt. Dies ist eine Epoxidfarbe ,dem eine Menge Kupfer beigemischt wird. Die Oberfläche wird Steinhart und schützt den Rumpf vor Bewuchs und auch vor Osmose. Denn die Farbe ist Wasserundurchlässig. Das eingebettete Kupfer verhindert den Bewuchs. Die Farbe funktioniert mindestens 10 Jahre, wenn man den Rumpf immer mal wieder ganz fein Anschleift. So wird das Kupfer wieder animiert Bewuchs zu verhindern.

Da wo das Unterwasserschiff mit Coppercoat gestrichen ist, hat sich eine feine Schleimschicht gebildet, die ich mit dem Hochdruckstrahler weg spritzen kann.

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Am Kiel, der mit normalen Antifouling gestrichen ist, hängen vereinzelnd Pocken und ein festere Schicht aus Muscheln, Kalk und Grüner Schleim.

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Durch den Hochdruckstrahler geht auch ein wenig Farbe und Grundierung ab. Wo Coppercoat gestrichen war passiert das nicht.

Eine Stunde spritze ich den Bewuchs ab. So viel Zeit habe ich sonst nicht. Aber jetzt ist noch nicht so viel Los am Kran.

Gekonnt fährt Hans den Lagerbock unter Morian und fährt sie zum Lagerplatz.

Als nächstes werde ich den Rumpf reinigen und die Gelbe Verfärbung an der Wasserlinie entfernen. Ich verwende das Produkt von Starbrite. Einfach die Lösung auf einen Schwamm auftragen, drüber wischen und 2 Minuten warten. Die gelbe Verfärbung verschwindet wie von Geister Hand

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Den Rumpf poliere ich mit Starbrite Reiniger und Wachs und anschliessend mit Marine Polish. Die Reihenfolge hört sich nicht Logisch an, aber erst wird gewachst und dann Poliert. So beschreibt Starbrite sein Produkt und ich benutze dieses Produkt seit vielen Jahren mit Erfolg. Die Oberfläche am Rumpf wird Spiegelglatt und Schmutzabweisend.

Da Morian schon seit 2 3/4 Jahren im Wasser lag waren die Opferanoden an der Propellerwelle fast weggefressen. Ich verwende immer welche mit einem inneren Bügel.Wenn die Anode kein Bügel hat, kann die Anode locker werden und auf der Welle rappeln oder sich bis zum Rumpf hocharbeiten und dort Schaden verursachen.

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Mir feinem Schmirgel entferne ich die feste Kalkablagerungen von der Propellerwelle und dem Propeller. Ich benutze eine kleine Mouse von Black und Decker.

Dann wird die neue, bei mir jetzt 2 Zinkanoden montiert. Zwei, weil ich wieder mindestens 2 3/4 Jahre im Wasser bleiben möchte. Die eine die montiert war, hing ja noch am letzten Faden.

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Vor der Zinkanode und dahinter kleckse ich noch einen kleinen Tropfen Sikaflex auf, um der Anode keine Chance zu geben sich los zu rappeln.

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Ich habe immer gute Erfahrungen damit gemacht, den Propeller blank zu schleifen, damit keine Pocken sich darauf ablagern. Auch benutze ich keine Wundermittel wie Melkfett oder anderes Zeug. Es hat immer funktioniert. Auf dem Propeller sind ein paar Pocken und eine harte Kalkschicht. Mehr nicht. Die schleife ich einfach runter.

Der Kiel wird noch mal Grundiert und dann mit 3 Schichten Micron Extra EU gestrichen. International verspricht bei 3 Schichten bis zu 3 Jahren Besuchsfreiheit. Ich bin mal gespant. Leider konnte ich die Trocknungszeiten nicht ganz einhalten. Der Einkrantermin drückt.

Ich arbeite wie ein Berserker und verwende für alle Arbeiten 29 Stunden. Auch arbeite ich im Dunkeln weiter.

Nach 2 Tagen kommt Hans mit dem Wagen und holt Morian wieder ab. Ich habe es doch tatsächlich geschaft. 49 Stunden nach dem Auskramen war Morian wieder in ihrem Element.

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Dunkelblauer Zierstreifen nach lackieren. Goldener Zierstreifen aufkleben.

 

Morian´s dunkelblauer Zierstreifen sieht nicht mehr gut aus. Das Blau ist ausgeblichen und der goldene Streifen als schöner Akzent vor dunkelblau ist schon ganz verwittert.

Da Morian ja an Land steht, weil eine Reparatur fällig ist, habe ich Zeit diese Arbeiten endlich mal in Angriff zu nehmen.

Morian`s alter Zierstreifen

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Mit dem Heißluftfön entferne ich den ausgeblichenen goldenen Zierstreifen. Das dauert den halben Tag. Dann schleife ich mit 320 Schmirgel den dunkelblauen Zierstreifen.

Und damit begann das Unheil, das damit endete, dass ich die neu aufgetragene Farbe komplett wieder abschleifen musste… ich konnte sie mit dem Fingernagel einfach so wieder abziehen.

Was war Passiert…

Ich dachte nicht daran, dass ich den Rumpf und den Zierstreifen mit Teflonhaltiger Politur behandelt habe. Beim Anschleifen habe ich das Teflon schön weiter verteilt. Vernünftig Entfettet habe ich auch nicht. Auch habe ich ein falsches Maskierband gekauft und als ich das Band abziehe sehe ich, wie die blaue Farbe teilweise hinter das Band gelaufen ist und es dadurch keinen sauberen Übergang von der Farbschicht aufs Gelcoat gibt.

Ich Hornochse….

Es ist eben noch kein Meister vom Himmel gefallen.

Also habe ich die neu aufgetragene Farbe mit 120 Korn noch mal abgeschliffen. Dann habe ich mit Waschbenzin alles schön entfettet. Dann wurde mit 220 Korn nachgeschliffen und das ganze noch mal entfettet. Die zu lackierende Fläche habe ich mit Wasser benetzt um zu sehen wie es abläuft. Perlt es irgendwo ab ist immer noch nicht richtig entfettet. Also nochmal und so habe ich nach 2 Tagen eine schöne Fläche um die Farbe endlich aufzutragen. Auch habe ich kein billiges Maskierband mehr benutzt.

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Als Farbe benutze ich Super Gloss HS von International. Diese Farbe ist so eingestellt, dass man sie mit der Rolle auftragen kann, ohne sie hinterher verschlichten zu müssen. Das kommt mir Recht. Alleine auf der Leiter zu stehen, zu streichen und direkt danach zu verschlichten ist schon ganz schön umständlich. Eine sehr fein Rolle mit abgerundeten Kanten wird benutzt um die Farbe aufzutragen.

Als ich die Farbe mit ganz leichtem Druck auftrage ,entsteht erst eine Apfelsienenhaut, die sich aber wie von Geisterhand glatt zieht. Als Oberfläche bleibt eine Hochglänzende Ocean Blaue glatte Farbschicht zurück. Prima. nach dem zweiten Anlauf sollte es ja auch klappen…

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Da ich Morian im ursprünglichen Design wieder haben möchte fehlt jetzt noch ein goldener Zierstreifen auf dem dunklen Blau.

Mit einem kleiden Holzbrett, in dem ich ein Loch gebohrt habe um einen Filzstift zu befestigen, baue ich mir eine Vorrichtung, um eine Linie 9 cm unterhalb der Scheuerleiste aufzuzeichnen. Auf der Höhe soll dann der Goldstreifen aufgeklebt werden.

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In England habe ich mir von PSP Coverline Tape mitgebracht in mattem Gold.IMG_1641

Ich nahm meinen ganzen Mut zusammen und zog die Schutzschicht Meter für Meter vom Band und klebte das goldene Band auf die getrocknete Farbschicht. Keine leichte Aufgabe. Ich musste immer nach 1,5 Metern von der Leiter runter und sie immer wieder verstellen, raufsteigen und weiter kleben ohne aus der Bahn geworfen zu werden… Es hat fast geklappt. Ganz leichte Unebenheiten gibt es. Es ist aber kaum Wahrnehmbar.

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Klapptisch verkleinern.

Der eine Flügel vom Klapptisch im Salon war immer zu lang. Wenn man vor dem Tisch sitzt und die Tischplatte aufklappen möchte, kollidiert die Tischkante immer mit den Knien.
Also absägen, Sichtkante mit Funier aufbügeln und nachlackieren.
Jetzt ist wieder alles gut.

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FENSTEREINBAU

Heute wird das Fenster im Bad neu eingedichtet.

Zuerst wird der Innenrahmen abgeschraubt und die Dichtungsmasse zwischen Rahmen und Ausschnitt mit einem Messer durch getrennt.

Dichtungsmasse durchschneiden
Dichtungsmasse durchschneiden

Dann wird das Fenster vorsichtig mit ein paar Hammerschlägen ausgetrieben. Der Holzstab ist wichtig, damit der Rahmen nicht verbiegt, wenn er nur Druck auf eine Seite bekommt.

Raushämmern
Raushämmern

Die alte Dichtungsmasse wird mit einem scharfen Messer entfernt und alles von außen und innen mit Aceton gesäubert.

Säubern
Säubern

Der Rahmen und der Gegenrahmen wird auch mit Aceton gesäubert.

Rahmen und Gegenrahmen
Rahmen und Gegenrahmen

Mit einer dicken Wulst Panterra habe ich den Rahmen eingeschmiert und dann eingesetzt. Gegenrahmen von innen angesetzt und mit zwei Mann, einer Außen und einer Innen, die Schrauben Handwarm angezogen. Den überschüssigen Panterra mit einer Scheckkarte entfernt und eine schöne Kehle gezogen. Wenn die Dichtungsmasse fest geworden ist nochmal die Schrauben anziehen. Fertig!

Fertig
Fertig 

Blakes Ventil

In den Regenpausen krieche ich ins Schiff und mache das Blakes Ventil am Spülauslass wieder gängig. 32 Jahre alt sind diese  Englischen Ventile und wirklich von guter Qualität. Da sie aus Rotguss sind halten sie ewig und blühen nicht aus wie die normalen Messingventile. 2 Schrauben werden gelöst und der Konische Innenteil kann herausgenommen werden. Alles wird gesäubert, der Konus fein geschliffen und alles mit Seewasserbeständiges Fett wieder eingesetzt.

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Treadmaster streichen.

Ich schaue mich um. Immer wieder stösst mir das vergammelte Treadmaster Deck auf. Es ist total dreckig und fleckig. Ich möchte schon länger etwas dagegen tun. Alles Abreißen und neu verlegen ist sehr viel Arbeit und sehr teuer. Warum also nicht neu streichen.

Jetzt habe ich Zeit und eine Dose Tredmasterfarbe ist an Bord. Das reicht sicherlich für das Achterdeck. Mein Trendmaster ist teilweise an den Kanten abgeplatzt. Nicht viel aber an manchen Stellen wölbt sich eine Kante nach oben. Mit Sekundenkleber repariere ich diese Stellen. Das habe ich auch schon vor 4 Jahren so gemacht und diese reparierten Stellen kleben immer noch. Porös ist das 32 Jahre alte Deck noch nicht.

So sieht das Achterdeck aus.

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Als erstes wasche ich das Deck gründlich mit dem Reinigungsmittel von Treadmaster. Das wirkt recht gut.Vorher habe ich ein Decksteiniger von Jachticon genommen. Das reinigt gar nicht. Mit dem Produkt von Trendmaster bin ich zufrieden. In warmes Wasser verrührt, mit einer Decksbürste aufgetragen, wird der Dreck gelöst und später mit viel Wasser gründlich ausgespült. Nach anschließenden Trocknen gehe ich mit einem Fusselfreien Lappen, getränkt mit Aceton, noch mal über die ganze Fläche.

Dann kommt die Fleißarbeit. Abmaskieren mit Klebeband. Für das bisschen habe ich 2,5 Stunden gebraucht. Mit einem Cuttermesser musste ich die feinen Radien an den Ecken ausschneiden

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Dann habe ich mit einem Flachpinsel die Farbe aufgetragen. Erst in der einen Diagonalen und dann in der anderen Diagonalen. Nicht zu viel Farbe nehmen. Darauf hin habe ich noch die Farbe ein wenig eingetupft. Immer darauf achtend, dass nicht zu viel Farbe auf die Fläche kommt. Es darf sich nie eine Füze bilden. Zum Schluss nochmal in den Diagonalen streichen. Nur mit dem Pinsel. Nicht nochmal Farbe auftragen. So bekomme ich eine gleichmäßige Farbverteilung hin. Ich habe immer darauf geachtet, dass die Farbe die Poren verschlossen haben. Alle Poren müssen zu sein.

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Eine Lage Farbe reicht bei mir. Es ist sofort Deckend und verteilt sich ohne Flecken gleichmäßig. Echt Einfach das Ganze. In diversen Foren habe ich gelesen, dass die Verarbeitung schwierig sei, die Fläche nach dem Streichen nicht gleichmäßig gefärbt sind. Bei mir funktioniert es ganz ohne Probleme. Ob es an der Farbauswahl liegt? Auch habe ich kein Farbwechsel gemacht.

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Nach 4 Stunden habe ich das Klebeband wieder entfernt und ein Treadmastedeck wie neu Strahlt mir entgegen!

Ich bin erstaunt und verblüfft, wie einfach das ganze war.

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Ich habe mit der Firma nichts zu tun. Dies ist einfach nur meine Erfahrung mit dem Produkt. Wie lange die Farbe hält werde ich ja noch herausfinden….

Update!

Nach 6 Monaten hat sich an der Oberfläche noch keine Farbe abgelöst.

Klasse 🙂

 

Bullenstander.

Bullenstander,

ich habe mir mal das Teil von Sprenger geholt um mir einen Bullenstander zu bauen, den ich vom Cockpit aus bedienen kann. Die Leine wird an einer Seite am Stb. Pütting befestigt und an der Bb. Pütting umgelenkt ins Cockpit geführt. Schön ist es, das Morian ein breites Gangbord hat, so das die Leinen nicht im Weg sind, wenn man nach vorne läuft. Gerade Einhand ein großer Sicherheitsgewinn.

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Lederummantelung  am Steuerrad reparieren.

10 Grad sind es Draußen. Ich möchte den Tag in der Sonne verbringen. Also suche ich mir Arbeit auf meiner Liste, die ich draussen machen kann. Meine Liste für meine Fahrt über die Biskaya ist noch so lang. Heute ist das Steuerrad dran.P1030582

Der Lederüberzug ist noch in Ordnung. Leider lösen sich überall die Nähte auf. Wenn ich das Rad drehe verrutscht der Lederüberzug. Das ist blöd.

Also besorge ich mir Takelgarn in brauner Tönung und eine Halbrundnadel. Los geht es.

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Aller Anfang ist schwer. Ich habe sowas noch nie gemacht. Aber es geht erstaunlich gut. Gerade dies gebogene Nadel ist sehr effektiv. Leicht kann ich den Faden durch die vorgestanzten Löcher führen. Schön erst mal im Zick und dann nochmal im Zack. 😉

Polsterer oder Segelmacher werden es sicherlich schöner hin bekommen. Ich bin zufrieden…

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Sprayhood säubern und auffrischen

Meine Sprayhood sah mal wieder schlimm aus. Nähte platzten auf und der Stoff hatte viel Stockflecken die so richtig durchs Gewebe bis auf die Innenseite gingen. Diese Flecken entstehen immer dort, wo das Regenwasser vom Baum auf die Sprayend tropft. Es bleibt dort immer feucht und so machen sich die Stockflecken auf Wanderschaft.

Also ab zum Segelmacher für die Nähte. Ich versuche ja immer alles selber zu machen . Aber beim Segelmacher kostet das Nähen nur ein paar Euro.

Immer wieder höre ich, auch der Segelmacher erzählte es mir, dass die Sprayhood nur ganz vorsichtig mit warmen Seifenwasser und einer weichen Bürste gereinigt werden sollte. Ich habe das immer wieder seit Jahren versucht. Die ganz hartnäckigen Stockflecken ließen sich aber mit dieser Methode leider nicht entfernen.

Jetzt werde ich sicherlich von einigen Lesern gesteinigt!

Ich bin einfach zu einer Autowaschanlage mit der Persenning gegangen und habe mit warmen Schaumwasser aus der Spritzlanze, ganz vorsichtig die Stockflecken raus gespült. Ich musste mehrere male drüber gehen bis alles raus waren. Dann wurde das ganze mit klarem Wasser gespült und fertig. Wichtig ist, dass nicht zu viel Wasserdruck auf den Stoff trifft. Mit genügend Abstand zum Stoff kann man das selber regeln.

Voila.

Die Sprayend sieht wie neu aus. Aus bei intensiven begutachten der Nähte und des Stoffes kann ich keine Beschädigungen erkennen.

Ich habe die Sprayhood nass wieder montiert. Wenn ich sie vorher getrocknet hätte, wäre sie ein wenig eingelaufen und die Druckknöpfe zum montieren würden niemals wieder passen.

Zum Schluss habe ich den Stoff wieder imprägniert. Ich nehme das Mittel von Jachticon und es wurde mit dem Pinsel aufgetragen.Es gibt natürlich noch viele andere Hersteller. Die Angaben auf der Flasche, das der Inhalt für 5 bis 10 qm reichen kann ich so nicht bestätigen. Eine 3/4 Flasche ist für meine kleine Sprayhood draufgegangen. Der Stoff saugt sich sofort mit der Imprägnierung voll. Es ist schwierig diese dann mit dem Pinsel gleichmäßig zu verstreichen.

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Ich bin zufrieden mit dem Ergebnis. Jetzt sieht die Sprayhood wieder wie neu aus, das Wasser perlt ab und sie hält sicherlich noch ein paar Jahre.

Übriges, ich habe mit Yachticon nichts zu tun!!

 

Salontisch wird renoviert.

Nach 28 Jahren sieht der Salontisch ziemlich ramponiert aus. Überall Kratzer und Wasserflecken. Ich baue den Tisch aus um das Holz draußen zu schleifen. Den ganzen Schleifstaub in der Kajüte will ich nicht haben.Bild

Mit dem Schwingschleifer und 80er Körnung fange ich an. Die Mouse zischt nur so über das Holz und nachdem ich 120, 180, 240er Schleifpapier genommen habe ist der Tisch für die Lackierung vorbereitet. Natürlich entfette ich den Tisch vor der Lackierung.Bild

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Dann schwinge ich den Pinsel an 3 Tagen. 3 Schichten mit Zwischenschliff (320er Papier) werden aufgebracht. Smeagel hilft mir mit Schwanzwedeln dabei.BildBildBild

Vorher

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Nachher

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Steckschotten.

Aufwärts geht es mit dem Niedergang.

Morians Niedergang sieht nicht gut aus. Altes verwittertes Teak mit ganz tiefen Riefen in Faserrichtung verunstalten mein Eingang.

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Also wird mein Schwingschleifer rausgeholt und alles schon mit 40 er Schleifpapier geschliffen. Insgesamt habe ich 4 Stunden geschliffen für die Steckschotten und das Holz im Eingangsbereich. Puhh, wer hätte das gedacht. Die Riefen waren so tief das es eine Ewigkeit gedauert hat. Über 80er, 180er und 240er Schleifpapier hatte ich dann die gewünschte Oberfläche um den Lack „Woodskin“ von International aufzubringen.

Ich habe mir diesen Lack ausgesucht weil mir Clemens, mein Pirat aus Österreich ihn empfohlen hatte und er sehr gute Erfahrung damit gemacht hat. Der Lack ist sehr Dünnflüssig und dringt tief in das Holz ein. Die Oberfläche wird zwar nicht Steinhart aber sie ist trotzdem Widerstandsfähig. Dadurch das der Lack so tief ins Holz eindringt, kann der Lack nicht von Feuchtigkeit unterwandert werden, und hässliche Schimmelflecken unter der Schicht entstehen lassen. Theoretisch bin ich davon überzeugt. Mal sehen ob es so funktioniert. Sonst wird ein Österreicher gekielholt! 🙂

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Drei Schichten werden von mir aufgetragen. Einen Zwischenschliff braucht man nicht. Der Lack ist einfach zu verarbeiten und die Oberfläche wird halb Glänzend. Nur sollte man den Überstreichintervall von min. 24 Stunden einhalten.

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Schön ist es geworden….Vorher-Nachher

 

Gewürzregal vergrößern.

Heute habe ich mein Regal in der Pantry vergrößert. Immer wieder weiß ich nicht wohin mit den Gewürzen und dem ganzen Kleinkram. Mit Leisten und Restholz vom Refit baue ich mir noch ein Regalboden unter dem Board.

VORHER

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NACHHER

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