Das schöne Glandore

Wir verlassen Crookhaven am Morgen. Unser Ziel ist 18 sm entfernt und heißt Glandore.

Vorbei am Leuchtturm geht es aus dieser wunderschönen Bucht hinaus auf die irische See. Vorbei am Fastnetrock segeln wir an der grünen Küste von Irland entlang. Wir setzen uns auf der Steuerbordseite im Cockpit und schauen auf diese Grüne aber auch rauhe Küste. Vorbei an Clear Island, das sich bis auf 150 Meter empor wölbt, geht es weiter nach Glandore, das sich in einer tiefen Bucht befindet und uns vor dem Wind aus Westen schützt. Der Wetterbericht sagt seit Tagen Winde aus West mit Böen 8.bfo voraus.

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Das Wetter ist sowieso so eine Sache hier. Immer bläst ein steifer Westwind . So bleibt uns sowieso nur der Kurs nach Osten. Gegenann nach Westen zu segeln hat bei diesem Wind keinen Sinn. Schade eigentlich. Denn auch im Westen gibt es noch viele schöne Buchten zu erkunden.

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Am Nachmittag segeln wir in diese schöne Bucht zwischen Sheelas Point und der kleinen Insel Adam´s Island. Geschwungene grüne Hänge empfangen uns und natürlich auch wieder eine Steilküste. An seinem Scheitelpunkt steht die Burg Kilfinnan Castle mit ihren eingegrünten Mauern. Vor uns sehen wir eine kleine Pier. An der können wir aber nicht anlegen. Es ist dort zu flach. Wunderschöne Drachen Boote kreuzen unser Kurs und erst jetzt begreifen wir, dass wir mitten in eine Regatta geraten sind. Sorry Sir…

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Uns kommt ein Schlauchboot entgegen und man hilft uns an die Mooring zu kommen.

Vor uns sehen wir wie die Häuser an der Waterfront die den Berg hinauf gebaut wurden. Dort gibt es ein paar Restaurants und Pubs. Also nichts wie rein ins Schlauchboot und los. Oben bei den Häusern gibt es eine wunderbare Aussicht auf die Bucht mit seinem Türkis blauen Wasser. Alles erinnert hier ein wenig an das Mittelmeer. Palmen stehen hier und es ist warm. Jedenfalls Warm für hiesige Verhältnisse. 14 Grad sind es Draußen und die Leute laufen in kurzen Hosen rum …IMG_5107

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Hier bleiben wir einen Tag. Leider zwingt und der Wetterbericht morgen weiter zu segeln. Sturmböen sind angesagt. Wir suchen ein geschützten Platz nach Westen. Das wird sicherlich der Ort Kingsale sein…

 

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Crookhaven / Irland

Crookhaven

Am nächsten Morgen wachen wir bei Sonnenschein auf.

Jetzt sind wir in Crookhaven.

Diese ca. 2 sm lange Bucht liegt im äußersten Südwesten der Mizen Halbinsel. Sie ist sehr geschützt mit ihrem Eingang im Osten. Die Atlantiktiefs mit ihren Stürmen aus Westen können ihr nichts anhaben.

Mooringbojen für Besucher gibt es direkt vor dem Dorf Crookhaven in direkter Nähe der Sullivans Bar. Wir bezahle 10 € für die Moorigboje beim Barkeeper. Endlich sind die Preise mal wieder in Ordnung. In England haben wir 20 Pfund bezahlt.

Überall finden wir eine frei Mooringboje. Alles ist entspannt. Das ist der Vorteil, wenn man im Mai, Juni hier unterwegs ist.

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Wir liegen sehr geschützt und wenn der Wind mal nach Osten drehen würde, finden wir immer noch einen nach Westen geschützten Platz an der Nordseite der Bucht.

210 Menschen leben hier vom Tourismus und ein wenig Fischfang.

Die bekannteste Einrichtung hier ist wohl die O´Sullivans Bar direkt am kleinen Hafen. Dort gibt es wohl einer der größten Sammlung von Geldscheinen aus aller Welt. Diese sind überall an den Wänden von den Besuchern angebracht worden. Auch viele alte Fotos zieren die Wände dieser urigen Kneipe. Auch der erste Irische Segler, der um die Welt segelte ist, hat sich hier verewigt. Natürlich essen wir hier ein Sandwich und genehmigen uns einen Pint Murphey´s.

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Zu dieser Jahreszeit ist nicht viel los. Die Einheimischen und ein paar Besucher kommen am Nachmittag zum Pub. Ghandi, der Pub Hund erfreut sich des Lebens und streunt zwischen allen herum und freut sich von jedem begrüßt zu werden. Ein anderer Hund liegt auf der Straße und schläft. Als ein Auto kommt geht er nicht zur Seite. Das Auto fährt um ihn herum. Sehlig schnarcht er weiter und träumt von anderen Hundedamen.Ich mag diesen Ort und wir genießen das hier herumlungern und beobachten mit einem Pint in der Hand.

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Ein Tiefdruckgebiet zieht in den nächsten Tagen auf. Hmm, mal sehen was wir morgen machen…

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Der Weg nach Irland

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Wir segeln mit 5,5 kn. durch die Nacht Richtung Fastnetrock.

Fogpatches erreichen und immer wieder. Grau in Grau ist es.

Der Wind nimmt zu.

Jetzt fängt das Meer an zu atmen.

Ganz tief ein und ausatmend.

Es ist fazinierend zuzuschauen, wie die lange hohe Dünung aus Südwesten unter Morian durchgeht.

Atme tief Meer, atme…

 

Südostwind ist angesagt für Heute und Morgen. Dann soll er wieder auf NW drehen und die 159 sm von den Scillys nach Irland werden zu einem unüberwindbaren Hinderniss. Die ganze Zeit kreuzen möchte ich nicht. Also bleibt nur jetzt das Wetterfenster für uns und wir machen von der Mooring los. Es ist Trocken und Diesig. Der Südwest Wind bläst sanft mit 2 bis 3 bfo. Angenehm sind die ersten Stunden und jeder döst mal eine Runde, wenn nichts zu tun ist. Vorschlafen ist angesagt. Wir werden sicherlich 33 Stunden brauchen bis Crookhaven im Südlichen Zipfel von Irland.

 

Der Wind nimmt zu aber die Richtung bleibt. Später am Nachmittag segeln wir nur noch unter Genua bei SW 5 bis 6.. Graue Wolken kommen auf und die See wird immer ungemütlicher. Warum ist sie so Konfus? Die lange hohe Dünung ist wunderbar. Aber darauf sitzt eine kabbelige Welle die uns ordentlich durchschüttelt. In der Nacht kommt auch noch Regen dazu, der uns noch für 9 Stunden begleiten soll. Alle 2 Stunden wechseln wir die Wache und der Abgelöste fällt todmüde in die Koje um kurz darauf

( 2 Stunden) wieder auf Wache zu gehen. In der Nacht sehen wir nur in weiter Entfernung Lichter. Sonst ist hier draußen nichts los.

Der Morgen graut und es regnet immer noch. Die Wellen gehen hoch. Ich schätze 4 Meter. Wenn ich im Mittelcockpit stehe mit meinen 190cm, raus schaue , sehe ich nur Wellen und kein Horizont. Das Cockpit ist sicherlich in 150cm Höhe bei der Morian. Gewaltig und Faszinieren sind diese Wellen.

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Wir werden aber ganz schon durchgeschüttelt und im Innern der Morian klappern einige Topfe und Tassen in den Schapps. An schlafen ist kaum zu denken.

Morian macht ihre Sache aber richtig gut. Sie läuft unter der Selbsteueranlage wie auf Schienen. Seit gestern Morgen haben wir nicht eingreifen müssen.

 

Langsam sehen wir durch den Dunst und Regenschleier auf Backbord den Fastnetrock und an Steuerbord die Umrisse vom Festland. Eine lange Bucht macht sich auf mit einem Leuchtturm an der Steuerbordseite. Es sieht hier aus wie in einem Fjord in Norwegen. Leider alles Grau in Grau. Erst am nächsten Morgen werden wir die Schönheit dieser Bucht zu Gesicht bekommen… Crookhaven

 

Jetzt erst einmal an die Mooring. Mac brät ein paar Eier mit Speck und ohne abzuräumen fallen wir in die Koje…

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Bryher

Bryher ist die Nachbarinsel von Tresco. Dazwischen gibt es einen schmalen Kanal, der bei Ebbe an vielen Stellen trocken fällt und seine ganzen Untiefen und Riffe frei gibt. Es bleiben aber auch tiefe Rinnen, wo man sein Boot vor Anker legt oder an einer Moorig fest macht.

Wir steigen ins Schlauchboot und fahren rüber zum Strand. Diese Insel versprüht einen ganz besonderen Scham. Hier scheint die Zeit noch langsamer zu gehen wie auf Tresco. Kleine Pfade und Wegen spannen sich um die Insel. Spazieren zu gehen macht hier eine Freude. Die Einwohner  sind sehr freundlich und immer für einen Schwätzchen offen. Die Vegetation blüht hier sehr üppig und es riecht hier wunderbar.01

Fast von jeder Stelle der Insel aus können wir aufs Meer schauen und sehen wie die Ebbe  Felsen und Strände frei gibt. Ich fühle mich hier sofort wohl…

Ich filme auf Teufel kommt raus. Den von dieser Tour wird es wieder ein Film geben. Dort werde ich auch viel ausführlicher diese Insel beschreiben…

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Morgen geht es nach Irland. Wir müssen los weil der Wind ab übermorgen aus NW weht. 156 sm liegen vor uns… Das ist eine andere Geschichte

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Auf nach Irland und wie alles begann

Wir segeln durch die Nacht.

Unser Ziel sind die Scilly Islands am westlichen Eingang des Englischen Kanal. Gestern Morgen um 8 sind wir von Ditisham am River Dart gestartet und wollen die 126 sm bis Tresco, eine sehr schöne Insel der Scillys, ansteuern.

6 Uhr ist es am Morgen .

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Morian ist gerade durch das Verkehrstrennungsgebiet zwischen den Scillies und Lands End gemotort. Wir haben kein Wind. Ich habe Wache und Mac, mein Freund und Mitsegler, kann sich jetzt hin legen. Aber er ist doch zu aufgekratzt vor der Ansteuerung der Inseln und will nicht mehr in die Koje. Mal ein kleines einnicken ist aber erlaubt…

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Total Nebelig ist es.

Wir können die Inseln nicht sehen. Dabei sind wir nur noch 1 sm von der Southward Ledge bei der Insel St.Martin´s entfernt. Ein leichtes Brandungsrauschen hören wir. Aber sehen tuen wir nichts. Ich schaue immer wieder auf die elektronische Seekarte und kontrolliere unser Kurs. Nicht, dass wir auf eine der unzähligen Steine und Riffe, die hier überall sind, abgetrieben werden und Auflaufen.

Endlich zeigen sich schemenhaft die schroffen Felsen von St. Martin´s

Das Leichtfeuer auf der im Norden der Inseln gelegenden Insel Round Island, können wir nicht sehen aber Hören. Gespenstisch ist die Atmosphäre hier im Nebel.

Wir wollen zu dem Mooringfeld am Frenchman`s Point am alten Castle zwischen den Inseln Bryher und Tresco. Endlich lichtet sich der Nebel etwas und nach 23 Stunden machen wir an einer Mooring fest. Morian schwingt in den Wind und wir strahlen uns mit einem Lächeln an. Schön ist es hier zu sein…

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Ich sitze müde im Cockpit und denke über die vergangenden Tage nach.

Erst vor 8 Tagen sind wir von Wolphaartsdijk, einem Hafen in Süden Hollands aufgebrochen um nach Irland zu segeln. So heißt jedenfalls unser Ziel. Ob es so wird weiß ich natürlich nicht. Der Wind wird unser Ziel bestimmen.

Angefangen hat alles mit einem Bild, das ich zufälligerweise gesehen habe. Ich war fasziniert von dieser Luftaufnahme mit dieser wunderschönen fjordähnlichen Bucht.

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Crookhaven heißt dieser Ort. Keine Ahnung wo das ist. Also wird Onkel Google bemüht und es stellt sich raus, dass diese Bucht im Südwesten von Irland liegt.

Das wäre doch ein schönes Ziel für den größeren Törn im nächsten Jahr denke ich. Also los und mal sehen was es noch für Informationen gibt. Der Reeds wird aufgeschlagen und ich besorge mir einen Revierführer von Imray.

Jetzt weiß ich, dass ich dort hin möchte.

Für mich war klar, dass ich diesen Törn mit Mac, meinem Freund und Smutje, machen möchte. Letztes Jahr haben wir schon einen Törn zusammen mit Guido gemacht und wir verstehen uns bestens.

Los geht es man Samstag den 20.05.2017. Am späten Nachmittag machen wir uns auf dem Weg über die Osterschelde zur Schleuse nach Roomport. Dort wollen wir uns über Nacht an den Steg legen um am frühen Morgen um 5 zu starten Richtung Dartmouth.

Gerne möchte ich den Schlag direkt über zwei Nächte durch machen. Leider ist nich so viel Wind und wir müssen erst Motoren. Dann können wir doch noch die Segel setzen und Morian schaukelt durch die Nordsee in Richtung englischen Kanal. Leider bleibt der Wind weg. Nach Dartmouth zu motoren bringt keinen Spass. Also Planänderung. Wir machen nach 150 sm in Eastbourne fest.

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Dieser Hafen versprüht auf uns kein Scharm. So machen wir uns am nächsten Tag auf dem Weg nach Dartmouth. Es sind wieder ca. 150sm. Die Einfahrt in den River Dart und Dartmouth faszinieren immer wieder. Am Town Quay machen wir für 19 Pfund fest. Strom und Wasser gibt es nicht. Dafür brauchen wir nur 30 Meter mit dem Schlauchboot bis an Land und sind mitten in der Stadt.

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Ein kurzer Landgang und dann schnell in die Koje um den Schlaf nachzuholen. Am nächsten Tag soll es nach Falmouth gehen. Wir kennen dieses schöne Fleckchen von England schon. Deshalb diese Eile. In Irland wollen wir uns mehr Zeit nehmen.

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Am nächsten Morgen. Ich drehe den Zünschlüssel vom Motor. Klack, Klack. Nichts geht….

Na Toll. Schon wieder Dartmouth.l etztes Jahr hatte ich hier einen Ruderschaden und musste mehrere Tage hier verweilen. Es gibt natürlich schlechtere Orte als diesen hier fest zu sitzen.

Was ist los? Der Magnetschalter vom Anlasser schaltet nicht und lässt das Ritzel vom Anlasser nicht einspuren. Also hole ich den Hammer. Die sogenannte Hammermethode sollte doch den Magneten zum schalten bringen. Leider auch kein Erfolg.

Ich messe die Anlasserbatterie durch. Sie zeigt 12,8 Volt. Hmm. Ich weiss nicht mehr weiter. Also wird der gleiche Mechaniker angerufen wie im letzten Jahr. Er hat uns wiedererkannt und sagt uns, dass er am Nachmittag mal mit seinem Boot rüber kommt und nachschaut was los ist.

Dartmouth ist schön und wir haben nun Zeit für einen Rundgang ….

Der Mechaniker kommt. Er verlangte als erstes auch nach einem Hammer… 😉

Auch er hat keinen Erfolg. Schwubbs nimmt er seine Schraubenschlüssel in die Hand und demontiert in wenigen Minuten den Anlasser samt Magnetschalter.

I Take a Look for a Second Hand One…Tomorrow

Das ist natürlich die einfachste Methode. Na ja, wir wollen ja weiter…

Am nächste Tag kommt er mit einem alten neuen Anlasser zurück und baut ihn ein.

Der Zündschlüssel wird gedreht und der Motor startet wieder. Klasse. Leider können wir heute und morgen noch nicht los. Das Wetterfenster hat sich geschlossen und es weht mit 5 bis 6Bfo. aus SW. Also Motoren wir nach Ditisham den Fluss aufwärts. Hier lagen wir letztes Jahr schon mal an einer Mooring. Es ist traumhaft dort.

Ja wirklich!

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Leider müssen wir noch einen Tag hier auf pasenden Wind warten. Schade, dass wir durch den blöden Anlasser so viel Zeit vertrödelt haben. Aber vertrödelt ist ein zu hartes Wort. Wir geniessen die Zeit hier im und am Fluss.

Auf geht es. Aber nicht die 65sm nach Falmouth sondern direkt die 126sm zu den Scilly Island. Denn nur noch ca. 35 Stunden blässt der Wind aus NE. So jedenfalls der Wetterbericht.Dann soll er mal wieder direkt von vorne auf SW drehen…

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Ich werde Wach. Meine Gedanken weichen der Realität. Ich glaube es kaum, dass wir jetzt schon auf den Scilly Islands sind. 446 sm zeigt das Log. Waren das wirklich nur 8 Tage?…

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Prima, Lemmer ohne Touristen…

Wir bleiben heute noch in Lemmer.

Heute Morgen weht der Wind noch so kräftig, so dass wir beschließen hier zu bleiben. Das Ijsselmeer ist weiß vor Schaumkronen. Es ist kalt geworden. Zum Glück scheint aber die Sonne. Endlich. Zum Frühstück wird der Ofen zum ersten Mal ausprobiert. Frisch aufgebackene Brötchen versüßen uns den Morgen.

Auf gehts es nach Lemmer. Was für eine Wohltat ist es hier um diese Jahreszeit. Kaum Touristen. Die ganzen Chartergäste sind auch noch nicht da. Irgendetwas ist hier anders. Hmm, aber was? Ach ja, es riecht nach Meer,nicht nach Kibbeling und abgestandenes Frittenfett. So riecht es hier sonst überall in der Hauptsaison.

Wir setzen uns in eine Windgeschützte Ecke und genießen die Sonne bei einem Tee.

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IMG_4290IMG_4297IMG_4292IMG_4291IMG_4302SY Sinne macht sich gut am Steg.😊

Morgen soll der Wind auf SE gehen. Wir wollen direkt durch bis nach Amsterdam. Das ist aber eine andere Geschichte…

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Edgar’s Neue

Edgar ruft mich an. Hi Dirk, ich habe gerade in Holland eine Segelyacht gekauft! Sie liegt in Akkrum in der Nähe vom Sneeker Meer. Das Schiff muss nächste Woche in Wolphaartsdijk sein. Hey Edgar, dass ist ja eine gute Nachricht. Gratulation zur Neuen!. Klar komme ich mit und wir segeln „Sinne“, was auf Friesich Sonne heißt, gemeinsam nach Wolphaartsdijk zurück. ALso müssen wir von Friesland durchs Ijsselemeer, Nordzeekanal nach Ijmuiden und dann an der Holländischen Nordseeküste über Scheveningen, Zierikzee zu unseren Heimathafen segeln.

Die „Sinne“ ist eine Q29. Diese schöne Yacht wurde aus der alten Form der Spirrit 29 gebaut. Jack de Ridder der Sohn von E.G.van de Stadt hat ein wunderbares Seetüchtiges Segelschiff  mit 8,90 Metern Länge, 3 Meter Breite und 1,55Meter Tiefgang gezeichnet.

Als wir unsere Sachen alle im Inneren der „Sinne“ verstaut haben schlagen wir noch die Segel an und checken den Motor. Alles funktioniert…

Heute geht es los. Das Wetter ist im Moment grausig mit viel Wind und Regen. Die Wettervorhersage sagt Wind aus SW 5 Bfo. mit Böen bis 8 voraus. Und es soll die ganze Zeit Regnen…Die Böen bis 8 werden aber erst ab 13 Uhr angesagt. Also wird der Motor um 7:15 gestartet und Edgar manöviert das erste mal seine Neue aus der Box. Sofort merkt Edgar wie leichtfüssig die „Sinne“ ist und lächelt über beide Ohren.

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Wir müssen über Kanäle, dem Sneeker Meer, Brücken und einer Schleuse nach Lemmer Motoren, wo wir dann das Ijsselmeer erreichen. Wir beide wundern uns wie gut die Brückendurchfahrten hier in Friesland organisiert sind. Sie öffnen sofort wenn wir kommen oder öffnen dann, wenn wir eine Klingel betätigen.

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Es regnet fast die ganze Zeit und der Wind schickt uns immer mehr Böen. Spaß haben wir trotzdem. Cap Hoorn haben wir auch noch an Steuerbord gerundet….

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Als wir in Lemmer ankommen legen wir „Sinne“ in den Hafen Friese Hoek. Gerade als wir festmachen, entscheidet sich der Wind auf 7 bis 8 Bfo.hochzugehen. Der Anleger klappt fast ohne Probleme. 😉 Wir brauche bei dem Wind 3 Anläufe. Dann liegt „Sinne “ sicher und fest am Steg. Extra Leinen werden ausgebracht. der Wind weht uns fast vom Steg.

IMG_4288IMG_4287Jetzt gehen wir erst einmal ein Pizza essen…

Mal sehen wie es Morgen weiter geht. Es soll endlich sonnig werden. Der Wind kommt aber aus W bis SW. Also genau von vorne und wider mit Böen von bis 7-8. das sagt jedenfalls der Wetterbericht. Aber das ist erst Morgen…

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