Von Plänen und Meer.

Die Winterabende sind lang.

Ich habe mir vorgenommen für 3 Monate segeln zu gehen.Da ich Anfang Juli beruflich wieder zurück sein muss, ergibt sich, dass ich nach Ostern also am 3 April starten sollte.

3 APRIL!!! Das ist ja in vier Wochen…!!!

Im Moment haben wir -7 Grad und ein Sturm nach dem Anderen jagt über Morian hinweg!

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Wo soll es denn hingehen?

Norwegen ist ein Traum von mir, Schottland auch. Rund England vielleicht? Aber 3 Monate sind mir zu wenig für dieses tolle Land. Das werde ich mir für Später vornehmen.

Auch weiß ich natürlich, daß Pläne die ich mache, selten bei mir hin hauen. Ich meine jetzt natürlich nur meine Segelpläne. Vor 2 Jahren wollte ich mit Mac und Guido nach Norwegen segeln. Angekommen sind wir auf den Scilly Isles. Soviel zu meinen Plänen. Das Wetter und die Windrichtung bestimmt nun mal das Ziel.

Ich träume schon immer davon Einhand über die Biskaya zu segeln. Oh ja, das wäre es.

3 Monate müssten reichen.

Ist die Morian für diese Reise richtig Ausgerüstet?.

Habe ich genug an Sicherheitsausrüstung an Bord?

Bin ich fit für die Reise?

Macht das Wetter schon ab dem April mit?

Viele Fragen gehe ich durch und entscheide, dass ich es versuchen werde. An der Ausrüstung muss ich noch etwas feilen.

Welche ich Ausgetauscht und neu Angeschafft habe, werde ich in den nächsten Blogbeiträgen beschreiben.

Aber wo geht es den nun genau hin?

Wer an eine Biskaya Überquerung denkt, kommt sofort auf den Hafen La Coruna der in Nordspanien liegt. Der ist leicht anzusteuern. Auch soll die Stadt hübsch sein. Guido hat mir von ihr erzählt. Andere, die ich Frage, sind auch positiv angetan. Auf der Seekarte sieht der Hafen auch gut aus. Alle Versorgung gibt es dort. Auch ein Flughafen für alle Fälle, ist in 8 Min. vom Hafen entfernt. Ca. 800 Sm sind es von Holland bis dort hin. Ob ich an der Französische Küste bis nach Brest segele, oder über die Englische Küste bis nach Falmouth segele, steht noch nicht fest. Über England wird die Biskaya Überquerung ca. 100 sm. länger. Luftlinie gemessen sind es 450 sm anstatt 350sm. Da ich sowieso nicht genau den direkten Weg nehmen kann, werden es also noch mehr Seemeilen…

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Weiter mit meinen Gedanken geht es im nächsten Blogbeitrag…

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Extremes Niedrigwasser! Das erste Mal in Zierikzee seit 1997.

Um 8 Uhr. Ich schaue aus dem Kajütfenster. Raureif liegt in kleinen Kristallen auf der Scheibe. Etwas ist heute anders. Ich weiß noch nicht was aber ich fühle es.

Irgendwie ist alles schief. Ist die Welt jetzt doch aus den Angeln geraten?

Ich steige raus in die Kälte.  Minus 7 Grad zeigt mein Thermometer an. Der eisige Wind bläst in Böen mit BFT. 8 aus Osten. Auf dem Steg stehend muss ich aufpassen nicht auszurutschen. Nicht das Eis ist schuld sondern der Steg, der wie der schiefe Turm zu Pisa schräg nach rechts abfällt. Was ist Passiert?

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Da wir einen Tag vor Spring Niedrigwasser sind und der eisige Ostwind seit Tagen in Sturmstärke bläst , wird das Wasser aus dem Hafen gedrückt. Und zwar mehr als nur bei normalen Windverhältnissen. Der Mond tut sein übriges und nimmt auch noch das Wasser mit. Spring Niedrigwasser plus Wind eben.

Zum Glück schwimmt Morian noch. Mac´s DALANG liegt aber auf Mud. Die Stege haben aufgesessen. Auch das schwimmende Toilettenhäschen liegt schief auf dem Schlick.

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Aufgeregt laufen die Hafenmeister hier rum und machen Fotos. Sowas ist schon lange nicht mehr passiert sagt mir Eric. Im Radio ist das Niedrigwasser auch ein Thema. Mehrere große Berufsschiffe können in der Osterschelde nicht los fahren. Dort sagt man, daß diese Situation das letzte mal 1997 war.

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Bis 60 Kn Wind am Steg heute Nacht

Um 3.00 heute Nacht wurde ich von einem lauten Knattergeräusch aufgeweckt.

Mist, meine Plane macht sich auf dem Weg in die ewigen Jagdgründe. Ich schnelle auf und gehe zum Niedergang. Auf einmal werden die Windgeräusche in ihrer Tonhöhe immer höher. Es kreischt da Draußen. Kaum habe ich ein Steckschott aufgemacht, sehe ich wie meine Plane hin und her fetzt. Sie hängt nur noch an 2 Leinen. Alle andern Leinen sind durch. Dann beobachte ich, wie die Plane ins Cockpit gedrückt wird und nicht mehr flattert. Sie wird wie bei Vakuum einfach auf den Boden gesaugt und verharrt dort. Unglaublich. Durch den starken Wind, die über die Sprayhood fegt entsteht ein Vakuum hinter ihr. Lars kommt von den Geräuschen aufgewacht von seinem Boot zu mir und hilft mir die Plane unter meine Sprayend zu stopfen. Danke Lars, für deine Hilfe heute Nacht!

Es Stürmt immer weiter mit heftigsten Böen. Die Kieljolle, die gegenüber am Steg festgemacht ist, wird mehrere Male mit ihrem Mast auf den Steg gedrückt. Zum Glück zwischen der Da Lang und der Morian. Es ist nichts passiert.

Ich mache mich Barfuß auf den Steg und kontrolliere die anderen Boote meiner Freunde. Bei der Morian hat sich ja die Plane verabschiedet. Auch die Abdeckplane des Steuerstands ist weg. 3 Fender waren zu einem Kneul zusammengeweht und hingen so weit Achtern bis sie an der Relingsstütze hängen blieben. Mein Kugelfender wurde bis zum Heckkorb geweht.

DA Lang ist ok. Mac ist auch wach.

Sinne legt sich weit über. Ihre Abdeckplane knattert im Wind aber bleibt an ihrem Platz. Auch seine Fender sind nach achtern geweht worden. Ich platziere sie wieder neu.

Marius ist auch ok. Die Sprayhood und Kuchenbude ist heil. Auch hier sind die Fender von der Wucht des Windes nach achtern gedrückt worden und nicht mehr in der Mitte des Bootes platziert.

Es soll noch den ganzen Tag mit bis zu 10 Windstärken wehen. Morgen wohl auch noch.

Jetzt ist es aber viel ruhiger. Mal sehen wie die Nächste Nacht wird.

Gefährlich war es aber nicht für unsere Boote. Der Wind drückte uns vom Steg ab und wehte mehr von vorne.

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Kommt gut rüber ins neue Jahr.

Ein wunderbares Segeljahr geht vorbei.

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Der Höhepunkt war natürlich die Tour im Mai und Juni nach Irland und zurück zusammen mit meinem Freund Mac. 9 Wochen Segelleben pur mit allen Höhen und Tiefen, die beim segeln eben vorkommen.

Danke Mac für deine Freundschaft.

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Im März habe ich mit Edgar in einer Woche seine neue „Sinne“ von den friesischen Meeren über die Nordsee bis nach Zeeland überführt. Kalt war es. Zu sehen wie die kleine „Sinne“ schön die Wellen aussegelt und uns immer ein sicheres Gefühl gegeben hat war einfach wunderbar.

Danke Edgar für deine Freundschaft.

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Und dann war da noch Mac´s neues Boot, dass wir von der Geltinger Mole an der Ostsee  bis nach Zierikzee überführten. Das war ein schönes Stück Arbeit. Gegenwinde und Stürme haben uns immer wieder aufgehalten. Aber die Fahrt war trotzdem schön und Ereignisreich. Auch seine Moody 336 ist eine Wucht und segelt sich Hervorragend. Ein Seeschiff eben.

Danke Andrea und Mac für eure Freundschaft.

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Karin, Frank, Katinka und Niklas. Schön, dass es euch gibt.

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Alex und Smutje. Schön war es mit euch.

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Ganz viele kleine Törn`s waren natürlich auch noch dabei. Ob im Hafen oder vor Anker. Viele Menschen habe ich dabei kennengelernt. Der oder die eine oder andere bezeichne ich jetzt auch als meine Freundin oder Freund.

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Wer es liest weiß schon bescheid. 🙂

Kommt gut rüber ins Neue Jahr!

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Nebel…

Der Nebel senkt sich über Zierikzee.

Alles ist eingehüllt in einer weichen Watte. Die Feuchte in der Luft legt sich überall hin. Sie perlt ab wie tausende Kristalle  an den verschiedensten Formen und Materialien.

Geisterschiffe zeichnen sich sanft ab vor dem weichen Hintergrund. Die Lichter der Stadt werden fast verschluckt. Geräusche verstummen oder werden nur noch Dumpf wieder gegeben.

Morian liegt mitten in dieser von der Natur aus gegebenen Trübheit. Mein kleines Reich um die Morian verändert sich. Aber nicht zu schlechten.

Ich fühle mich Umarmt und Sicher hier am Steg.

Weihnachten wir schön mit der Familie gefeiert.

Frohe Weihnachten!

Kommt alle schön ins neue Jahr 2018!

Dirk und SY Morian

 

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Neues vom Steg! Schnee,Überflug und Segeln…

 

Viel Spaß beim betrachten! 🙂

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Appetithäppchen „Irland oder der Weg ist doch das Ziel“

Ich schnibbele so vor mich hin.

Der neue Film von unserm Irlandtörin soll fertig werden.

Was für eine Arbeit. Aber es macht mir eine Menge Spass dies zu tun. Schöne Erinnerungen werden wach. Mehrere Hundert Gigabyte Videos werden gesichtet, ein Konzept entwickelt, Motive zusammengeschnitten und dann wieder verworfen. Die Technik spinnt manchmal und ich muss wieder von vorne anfangen. Aber ich klage nicht. Es macht mir Freude.

Ich hoffe euch auch beim betrachten des fertigen Films.

 

Viel Spass beim Appetit nehmen….

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