Ferragudos oder die andere Seite von Portimao.

Diese Kleinstadt mit 2000 Einwohnern liegt am Fluss Arade gegenüber von dem völlig zugebauten Portimao.

Ich ankere direkt vor dem Fischerort auf 7 Meter Tiefe. Aufpassen muss ich mit der Kettenlänge denn der Tidenhub beträgt zur Zeit 2,5 Meter. Mehr wie 35 Meter Kette kann ich aber nicht stecken. Sonst touchiere ich die anderen Ankerlieger. Morian dreht sich bei Tidenwechsel auch zu sehr in das Fahrwasser. Wenn ich ehrlich bin liege ich genau am Rand vom Fahrwasser.

Mit dem Schlauchboot kann ich an der Slipanlage festmachen was gestattet ist. Gegenüber in Portimao soll man im Hafen für sein Schlauchboot 20 € bezahlen um festzumachen. Ik gloob ik Spinne!.

Das Wetter ist fantastisch und der Wind nur ein laues Lüftchen. Abends kühlt es aber schon ganz schön ab.

Hier kann man noch ein wenig den Flair vergangener Tage spüren bevor die Touristen und die Investoren hier eingefallen sind. Am kleinen Marktplatz gibt es verschiedene Restaurants. Vom Sushi über Indisch bis zum Kebab wird alles angeboten. In den Nebengassen und an der Pier kann man aber auch frischen Fisch bestellen. Dieser wird auf einem Grill der draußen steht zubereitet.

Die Fischer sind Tag und Nacht zugange und rauschen mit Vollgas durchs Ankerfeld. Dadurch liegt man hier etwas unruhig. Der Blick vom Boot auf die Stadt entschädigt aber für alles. Ich fühle mich hier sofort wohl. Fischer flicken Ihre Netze an der Pier und alles fühlt sich hier Entschuldung an. Als ich Mittags noch vor Portimao im großen Ankerfeld lag, wollte sich bei mir keine Freude einstellen. Die Aussicht auf die Hochhäuser und die Zugebaute Küste ist der reinste Horror für mich.

Durch die engen Gassen von Ferragudos zu laufen bringt Spass aber oben auf dem Berg sieht man die Bausünden den der Tourismus hervorbringt. In den Gassen sieht man zum Glück davon nichts und schon stellt sich bei mir ein Wohlbefinden ein. Die wunderbaren Kacheln an den Wänden mancher Häuser begeistern mal wieder. Kleine Souvenirläden laden zum stöbern ein. Das alles Gewürzt von der Ruhe der Nebensaison.

Mit Doris und Peter bin ich eine Weile zusammengesegelt. Es ist immer wieder schön gemeinsam was zu unternehmen. Danke für die schöne Zeit mit Euch. Wir sehen uns wieder.

Heute haben wir nette lHolländer getroffen an der Bar am Pier. Einige kannte ich schon aus anderen Häfen und einige sind neu. Allen gemein ist, dass sie ihr Haus verkauft haben. Nichts anderes Besitzen als ihr Boot und das einfache und preiswerte Leben auf dem Boot genießen. Die jüngsten von uns leben schon seit 20 Jahren auf ihrem Boot.

Ach ja, für 1.20€ geht das Bier über den Tresen. Und zwar 0,5 Liter. Es ist ein schöner Abend.

Ich werde noch bleiben.

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