104 die Vierte.

11:35  !

Der Tag ist wunderbar. Sonne, blauer Himmel und eine leichte Brise kommt aus NE in dem ich segeln kann. Morian wird von der elektrischen Selbststeuerung sehr gut geführt. Das surren des Motors ist mir zur Gewohnheit geworden.

Irgendwas zieht mich nach vorne zum Bug. Also stehe ich auf und gehe nach vorne. Auf einmal hören ich ein platschen. Pfeilschnell kommen Delfine an Morians Bug geschwommen. Als wenn sie auf uns gewartet haben. Ca. 10 dieser wunderbaren Tiere spielen mit der Bugwelle der Morian. Sie wechseln immer von einer zur anderen Seite. Dann lassen sie sich zurückfallen um wieder Anlauf zu nehmen, um wie ein Pfeil zur Bugspitze zu schwimmen. Manchmal machen sie Sprünge. Sicherlich zu ihrer Freude und zu meinem Vergnügen. Ich bin begeistert und bin eins mit dem Meer und den Delfinen.

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Heute bin ich den vierten Tag auf See. Mir ist überhaupt nicht Langweilig. Die Tage vergehen wie im Fluge. Natürlich ruhe ich viel und versuche immer mal wieder zu schlafen. Schiffe kommen mir nie zu Nahe. Mein AIS hält mich auf den laufenden. An Steuerbord sehe ich manchmal einen großen Frachter am Horizont. Sie sind nie so nahe, dass mein Alarm, den ich auf 2 sm eingestellt habe anspringt. Nur 3 mal hat er mich Heute genervt. Ich musste aber nie meinen Kurs ändern. Seit dem ich ein aktives AIS habe, weiche mir die Biggies im großen Bogen aus. Nur manche Fischer kommen mir zu nahe. Sie fahren kreuz und quer. Ist schon schlecht auszumachen wohin sie wollen. Naja, gefährlich wurden solche Begegnungen nie. Die Segelstellung musste ich heute nicht einmal verändern.

Der Abend kündigt sich mal wieder mit einem Sonnenuntergang an, der mal wieder so farbenfroh ist, wie in Tuschkasten. Leuchten Orange geht die glühende Kugel hinter dem Horizon unter, um mir mit einem orangen Blitzen,  gute Nacht zu sagen. Morian segelt ruhig auf dem Meer. Die Dünung ist ca. 2 Meter hoch. Kleine Wellen drauf sind nicht der Rede wert. Was habe ich doch für eine Glück bei meiner ersten Biskayaüberquerung.

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Heute ist es auch nicht so kalt. Sonst lag ich dick eingemummt mit Faserpelzunterwäsche und Ölzeug auf dem Salonsofa und zog mir noch eine Decke über die Nase um zu schlafen. Sogar mein Seestiefel habe ich dabei noch angelassen. So kalt war es in den letzten Nächten. Nun kann ich wenigstens das Ölzeug und die Stiefel ausziehen um mein Schlaf nachzuholen. Den Wecker muss ich nicht mehr stellen. Jede Stunde werde ich wach., stehe auf, schaue auf das I Pad was neben mir steht. Achte darauf ob etwas am AIS zu sehen ist, steige ins Cockpit, mache mein Rundumblick, checke die Segelstellung und lege mich wieder hin. So geht das die nächsten 11 mal. Wenn ein Schiff mir zu nahe kommt, bleibe ich natürlich im Cockpit und beobachte, wie seine Lichter an mir vorbei ziehen.

Das ganze wird vom Mond beobachtet.

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Um 06:00 werde ich von einem Leuchten am Horizont wieder in den neuen Tag begrüßt. Die Nacht war Ruhig und Ereignislos.

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417 sm bin ich nun schon unterwegs. Noch 49 sm bis A Coruna…

 

 

 

 

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