Saint-Vaast-La-Hougue

Mir ist heute nach Schwarzweiß.

66 Seemeilen sind es von Fecamp nach Saint Vaast. 13 Stunden habe ich dafür gebraucht. Und das alles im Nebel und Null Wind. Der Diesel musste also ran. Saint Vaast hat einen Hafen, den man nur 2 Stunden vor und 3 Stunden nach Hochwasser anlaufen kann. In der übrigen Zeit fällt der Meeresboden trocken und der Hafen wird nur über eine Schleuse vor dem Auslaufen des Wassers im Hafen gehindert. Der Tidenhub ist hier beträchtlich. Wenn das Wasser weg ist, sieht man die ausgedehnten Muschelbänke vor der Küstenlinie. Ich habe ausgerechnet, dass ich um 7:00 auslaufen muss um dann gegen 20:00 also 2 Stunden vor Hochwasser in Saint Vaast anzukommen. Ich laufe gerne bei auflaufenden Wasser ein, denn wenn ich irgendwo aufsetze oder hängen bleibe, brauche ich nur ab zu warten bis die Flut mich wieder aufschwimmen lässt. Wenn man nach Hochwasser aufläuft ist es Blöde. Dann muss man lange warten bis man wieder aufschwimmt und frei kommt.

Bei der Fahrt bin ich immer wieder angespannt. Mein AIS zeigt mir die umherfahrenden Fischer. Im dichten Nebel sehe ich sie gar nicht. Auch wenn sie nur 100 Meter von mir entfernt sind. So sagt es jedenfalls mein AIS. Nur ihre Motoren höre ich. Sehen tue ich sie kein einziges mal. Das ist immer wieder ein mulmiges Gefühl. Aber so ist es nun mal im Nebel. Angestrengt schaue ich in diese milchige Suppe bis meine Augen weh tun. Auch die Fischerbojen, die hier überall ausliegen lassen mich nicht zu Ruhe kommen. Wie aus dem Nichts sind sie da und mehrere Male Fahre ich nur cm dran vorbei. Das macht das Alleinsegeln schon ganz schön anstrengend.

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Endlich kommt die Ansteuerung von Saint Vaast. Nur schön die Gefahrentonnen finden, die hier die Flachs bezeichnen.

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Dahinter nach steuerbord einbiegen und ab auf das Ende der Hafenmauer zufahren. Bei Ebbe kann ich hier überall stehen.

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Kaum fahre ich durch die Hafeneinfahrt lichtet sich der Nebel wieder. Hmm, das hätte ich ja auch einfacher haben können. An den Pontons B,C und E darf man an Fingerstegen festmachen. Hier ist Platz im Überfluss. Bin mal wieder die einzige Besucherjacht wie schon bei den ganzen Törn.

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40€ bezahle ich für die Nacht bei 11,75 m und einer Person. Puhhh…

Saint Vaast ist eine Hochburg der Austernfischer und anderen Fischspezialitäten. Ich freue mich drauf.

Am nächsten Tag ist es noch Nebeliger. Ich schlendere rum und sehe nur noch in Grautönen…Rechts auf dem Bild sind die Schleusentore.

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Das wird heute nichts mehr mit bunt… 🙂

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