Pläne und Meer. Teil 2

Biskayaüberquerung.

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Wie stelle ich das denn jetzt an?.

Zuerst habe ich mir den „Revierführer Atlantik“ von der Kreuzerabteilung besorgt.

Dort stehen eine Menge Informationen über eine Biskaya Überquerung drin. Mit Statistiken über die Windrichtung , Stärke, Sturmhäufigkeit werden dort auch die voraussichtlichen Wellenhöhen, Richtungen , Strömungen und viele andere Details beschrieben.

In meinem Falle lese ich heraus, dass gerade im Frühjahr, die Winde sehr unbeständig wehen. Vor allem im April und Mai wird laut Statistik NW Winde nur mit 22 % angegeben. Ist nicht so Dolle um Rüber zu kommen. Im Juli sollen es 38% NW Winde geben. Sie empfehlen für eine schnelle Passage über die Biskaya die Monate Juli und August. Ohh..

.Die Windstärken haben ihr Minimum im Juli und August. Nochmal Ohh…

Obwohl, wenn ich mir die Tabellen genauer anschaue, sind für den Monat Mai die Windstärken zwischen 0-3 Bft. mit 55 % angegeben. 4-5 Bft. mit 33% und 6-7 Bft. mit 10 % und über 8 Bft. mit 2 % angegeben. Das ist schon Ok in meinen Augen.

Sorgen mache ich mir über die Großschifffahrt. Gerade Einhand bin ich für dieses Problem sehr empfänglich.

Erst mal muss ich herausfinden, wo die Großschifffahrt hauptsächlich in der Biskaya fährt. Auch hier hilft mir das Buch von der Kreuzerabteilung.

Am Westlichen Ausgang des Englischen Kanals gibt es ein Verkehrstrennungsgebiet. An der NW Spitze der liberischen Halbinsel gibt es auch noch ein solches. Ich verbinde diese beiden Punkte auf der Seekarte mit einer Linie und kann dann sehen wo die Großschifffahrt , die gen Süden zieht entlang Fährt. Unberücksichtigt bleiben natürlich die ganzen anderen Schiffe und Fischer. Wenn ich also von Brest aus los segele, werdeich diesen Dampfertrack nicht kreuzen. Ich fahre SE dieser gedachten Linie. Das ist schon mal sehr Erfreulich.

Bildschirmfoto 2018-03-11 um 17.40.50

Bildschirmfoto 2018-03-11 um 17.37.25

 

Wenn ich von England aus starte muss ich diese gedachte Linie einmal Kreuzen.

Nicht so Dolle…

Hmm, dabei reizt mich die Englische Küste mehr…!

Dann ist da auch noch der Kontinentalschelf. Der Unterwasserboden steigt von 4000 Meter in kurzer Distanz auf 200 Meter Wassertiefe an. Jeder kann sich vorstellen, was passiert, wenn bei Weststurm die hohen Wellen genau an dieser Kante aufrauschen. Sie fangen an zu Stolper und bauen sich sehr Hoch und Wild auf. Dort ist es dann sehr Gefährlich für eine kleine Jacht. Auch nicht so schön…

Also doch lieber von England mit WSW Kurs einen Bogen über die Biskaja segeln und irgendwann im letzten Drittel den Dampfertrack queren?

Überall und besonders an der Nordküste Spanien wird vor vielen Fischerbooten gewarnt. Auch blöde so Alleine…

Ich merke schon, wenn man sich Informationen einholt sollte man sich von diesen vielen wenn und aber nicht kirre machen lassen. Es haben ja auch andere die Biskaya alleine überquert.

Ach ja, die Nebelhäufigkeit an der Nordküste Spaniens ist im Mai am Größten.

Das wird ja eine Fahrt…

Zum Glück sind das alles Statistiken. Es kann eben auch ganz anders kommen.

Ich jedenfalls werde das Wetter beobachten, immer wieder Wettervorhersagen einholen und ein Wetterfenster abpassen um die Überquerung zu starten.

Bis da hin ist es ja sowieso noch ein langer Weg.

Ob ich über die Englische Küste gehe oder über die Französische ist mir noch nicht Klar. Ich werden wie immer spontan Entscheiden…

Im nächsten Teil geht es weiter mit meinen Überlegungen. Jetzt weiß ich aber schon, dass ich diverse Technik haben möchte…

Ach ja, dieses hier geschriebene spiegelt nur ein Teil meiner Gedanken wieder. Sicherlich könnte man ein ganzes Buch damit füllen.

 

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7 Antworten zu Pläne und Meer. Teil 2

  1. sybrynja schreibt:

    Dirk, schau dir mal die densitycharts von Marinetraffic an. Die geben aktuelle Eindrücke, wo wieviel Schiffsverkehr stattfindet. In der großen Übersicht nicht wirklich überraschend. Wenn man reinzoomt sind Umgebung und Annherung an Häfen oft sehr informativ.

    Gruß, Frank

  2. Michael Hundrup schreibt:

    Hey, wir sind vorletztes Jahr von Den Helder nach Lissabon gesegelt, Anfang August. Kann sehr empfehlen, von Weymouth oder Falmouth aus die Biskaya zu kreuzen. Habe viele Tipps. Ggf gern per Email.
    Gruß
    Michel

  3. SY Orphelia schreibt:

    Ich bin letztes Jahr Ende September drüber… Ich hab unzählig Horrorgeschichten gelesen, dass es zu spät im Jahr ist, ein Holländer meinte es wäre unmöglich in meinem Zeitfenster bis Portugal zu kommen….usw.
    Ich sage, der Wetterbericht ist inzwischen so gut dass man von der Seite wenige Überraschungen zu befürchten hat. Zum Schiffsverkehr, ich habe die ganze Strecke genau eins gesehen…. Also mit Radar und AIS kein Problem…

  4. Christian van Rey schreibt:

    Hi Dirk, ich habe das zweimal im April gemacht. Camarinas-Brest. Das erste Mal 90% Flaute/Motor, das zweite Mal alles zwischen 3 raum und 6 auf die Nase…

    Von Brest aus bleibst Du sicher östlich des Dampfertrecks. Und Camarinas als Zielhafen hat den Vorteil, dass Du den Fischern von Coruna kaum in die Quere kommst. Ich habe jedenfalls keine gesehen. Und vllt. drei-fünf dicke Dampfer von/nach Bordeaux??

    Ich würde in der Marina Moulin Blanc in Brest auf passendes Wetter warten, 30 Euronen in ein Wetterrouting des DWD investieren und dann lossegeln.

    Der Schelf reicht ca 60-80 sm SW von Brest – also bist Du da nach 12-15 h drüber raus. Das bekommst Du hin, ohne von SW 7 überrascht zu werden 😉

    Fair Winds!
    Christian

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