Der Weg nach Irland

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Wir segeln mit 5,5 kn. durch die Nacht Richtung Fastnetrock.

Fogpatches erreichen und immer wieder. Grau in Grau ist es.

Der Wind nimmt zu.

Jetzt fängt das Meer an zu atmen.

Ganz tief ein und ausatmend.

Es ist fazinierend zuzuschauen, wie die lange hohe Dünung aus Südwesten unter Morian durchgeht.

Atme tief Meer, atme…

 

Südostwind ist angesagt für Heute und Morgen. Dann soll er wieder auf NW drehen und die 159 sm von den Scillys nach Irland werden zu einem unüberwindbaren Hinderniss. Die ganze Zeit kreuzen möchte ich nicht. Also bleibt nur jetzt das Wetterfenster für uns und wir machen von der Mooring los. Es ist Trocken und Diesig. Der Südwest Wind bläst sanft mit 2 bis 3 bfo. Angenehm sind die ersten Stunden und jeder döst mal eine Runde, wenn nichts zu tun ist. Vorschlafen ist angesagt. Wir werden sicherlich 33 Stunden brauchen bis Crookhaven im Südlichen Zipfel von Irland.

 

Der Wind nimmt zu aber die Richtung bleibt. Später am Nachmittag segeln wir nur noch unter Genua bei SW 5 bis 6.. Graue Wolken kommen auf und die See wird immer ungemütlicher. Warum ist sie so Konfus? Die lange hohe Dünung ist wunderbar. Aber darauf sitzt eine kabbelige Welle die uns ordentlich durchschüttelt. In der Nacht kommt auch noch Regen dazu, der uns noch für 9 Stunden begleiten soll. Alle 2 Stunden wechseln wir die Wache und der Abgelöste fällt todmüde in die Koje um kurz darauf

( 2 Stunden) wieder auf Wache zu gehen. In der Nacht sehen wir nur in weiter Entfernung Lichter. Sonst ist hier draußen nichts los.

Der Morgen graut und es regnet immer noch. Die Wellen gehen hoch. Ich schätze 4 Meter. Wenn ich im Mittelcockpit stehe mit meinen 190cm, raus schaue , sehe ich nur Wellen und kein Horizont. Das Cockpit ist sicherlich in 150cm Höhe bei der Morian. Gewaltig und Faszinieren sind diese Wellen.

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Wir werden aber ganz schon durchgeschüttelt und im Innern der Morian klappern einige Topfe und Tassen in den Schapps. An schlafen ist kaum zu denken.

Morian macht ihre Sache aber richtig gut. Sie läuft unter der Selbsteueranlage wie auf Schienen. Seit gestern Morgen haben wir nicht eingreifen müssen.

 

Langsam sehen wir durch den Dunst und Regenschleier auf Backbord den Fastnetrock und an Steuerbord die Umrisse vom Festland. Eine lange Bucht macht sich auf mit einem Leuchtturm an der Steuerbordseite. Es sieht hier aus wie in einem Fjord in Norwegen. Leider alles Grau in Grau. Erst am nächsten Morgen werden wir die Schönheit dieser Bucht zu Gesicht bekommen… Crookhaven

 

Jetzt erst einmal an die Mooring. Mac brät ein paar Eier mit Speck und ohne abzuräumen fallen wir in die Koje…

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