Ein trüber Tag und meine Gedanken zurück nach La Gomera.

Lange ist es her, als ich mit Barbara und Manfred auf Ihrer Moody 35 in den Kanarischen Inseln gesegelt bin. Damals waren sie noch aufgeregt vor ihrer ersten Atlantiküberquerung. Jetzt sind sie zur Zeit in der Südsee.

Das ist ihre Blog.

Balimara

Hier sind meine alten Aufzeichnungen die ich  mal poste. Also werde ich mich mal nach LA Gomera träumen. Es ist ja schließlich Winter hier.

La Gomera, San Sebastian…Hmmm…

 

Auf nach Gomera

Gestern ging es von Las Galettas nach San Sebastian auf La Gomera. Die Schaukelei in Las Galettas hat uns mürbe gemacht und wir beschließen noch am Morgen nach La Gomera zu segeln. Die See hat sich ein bisschen beruhigt und die Ausfahrt ist passierbar. Erst müssen wir einen Holeschlag nach NW machen um dann einen schönen Anleger auf San Sebastian zu bekommen. 25 SM haben wir vor uns. Das Segeln bringt Spass obwohl die Welle ziemlich durcheinander ist.

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 Wale begegnen uns auf der Überfahrt und die Stimmung ist gut. Kurz vor La Gomera nimmt der Wind wieder zu aber wir schenken uns auf den letzten Meilen ein zweites Reff einzubinden. Mit Rauschefahrt  nähern wir uns unserem Ziel San Sebastian. In der Hafeneinfahrt müssen wir auf die Fähren aufpassen und bekommen im Hafen einen ungemütlichen und nicht geschützten Platz direkt an der Hafeneinfahrt zugewiesen.

Durch die südwestlichen Winde ist der Hafen voll und jeder hier warten auf NE Winde um in die Karibik oder zu den Kap Verden zu segeln.

Der Hafen hat Flair und ich fühle mich hier sofort wohl…

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 Vorbereitungen auf San Sebastian La Gomera

 San Sebastian auf La Gomera ist die letzte Kanarische Insel die Balimara besucht.

Endlich haben wir einen ruhigen Platz im Hafen bekommen und können mit den

Vorbereitungen für Barbara´s und Manfred´s Atlantiküberquerung beginnen. Die liebliche Stadt San Sebastian mit ihren 2400 Einwohnern lenkt uns zwar immer wieder von den Arbeiten ab, aber wir kommen voran. Das Rigg wurde Nachgespannt, das Schlauchboot aufgeblasen und gecheckt, der Außenborder ausprobiert und natürlich eine Runde im Hafen gefahren. Die Unterschiedlichsten Yachten sind hier. Kleine 30 Fuss Yachten bis über der Wasserlinie beladen, sowie 55 Fuss Yachten mit allem technischen Schnickschnack ausgerüstet für ein sicheres Segeln über den Atlantik. Eine Joshua liegt auch hier.

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Wenn der Schwell sich im Hafen gelegt hat werden wir das Rigg der Balimara von oben checken. Jetzt erst mal „Manjana“….

 Heute haben wir einen Mietwagen genommen und sind durch die grandiose Berglandschaft La Gomeras bis nach Valle Gran Ray an der SW Küste gefahren. Durch enge Serpentinen winden wir uns immer höher ins Gebirge und werden mit einer bizarren und tollen Landschaften belohnt. Die Insel ist Steil und mit vielen engen Schluchten übersät. Bis zu 1480 Meter hoch sind die Berge.

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Durch einen Tipp besuchen wir im Gebirge das Restaurant „La Montana“ in Casa Efigenia.

Dies ist ein Vegetarisches Restaurant in dem es nur ein Gericht gibt. Alle Zutaten werden selber hergestellt und kommen aus dem eigenen Garten. Als wir bestellten, ging der Koch in den Garten und pflückte die frischen Zutaten. Klasse! Uns wurde Gofio ein Getreidebrei, Mojo Almogrote, das aus Ziegenkäse und Knoblauch hergestellt wird, ein Salat und eine Gemüsesuppe serviert. Alles sehr einfach aber wenn man alles vermischt schmeckt es vorzüglich. 

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Frisch gestärkt fahren wir weiter nach Valle Gran Ray dem Touristenort auf La Gomera wo es zu Glück nur sanftem Tourismus gibt. La Gomera hat es Verstanden den Ursprung der Insel zu bewahren und nicht wie an den Nachbarinseln Bettenburgen zu bauen.

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Nachdem ich Manfred in den Mast gewinscht habe, damit er das Rigg von oben checkt, bin ich mit dem Mietwagen ins Gebirge gefahren. Auf der Fahrt an der Küste öffnet sich die Wolkendecke und der Teide auf Teneriffa zeigt sich zum ersten mal seit dem wir auf Gomera sind.

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Durch Nebelfelder fahre ich bis auf 1200 Meter Höhe in die Lorbeerwälder. Da es hier sehr viel Regnet sind die Bäume Moosbewachsen und alles taucht in ein sattes Grün. Mystisch ziehen Nebelfelder durch den Wald und man könnte meinen dass hinter jedem Baumstamm  Fabelwesen herumgeistern.

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Dann geht es wieder zurück an die Küste und ich bin mal wieder begeistert von den Gebirgsformationen die diese Insel bietet…

Claudine, eine Frau die sich was traut.

Claudine kommt mit ihrer Albatros kurz vor Silvester hier in Zierikzee an. Sie ist meistens allein mit ihren 4 Hunden an Bord. Mit ganz wenig Segelerfahrung ,verfolgt sie ihren Traum, mit dem Segelboot mal ins Warme zu segeln. Also kauft sie sich bei ebay eine 30 Fuss große Jacht für wenig Geld. Es ist ein Phantom 30. Ihr ist gar nicht so bewusst, was für ein Glücksgriff sie mit dieser Yacht gemacht hat. Dazu fehlt es ihr einfach an der Seglerrischen Erfahrung.

Mit einen tiefen Cockpit ausgestattet , als Backdecker mit viel Platz im inneren, solidem Rigg und Buck Diesel Motor, ordentlichen Segel, hat sie einen guten Fang gemacht. Natürlich ist noch viel am Boot zu arbeiten und zu verbessern. Aber für´s erste, wirklich gut. Ihr Mann baut erst mal einen 12 Zoll Plotter ins Schiff, weil es mit ihrer Sehkraft nicht zum Besten steht. Ausgestattet mit einer Solarzelle und einen Windgenerator kann sie fast autark sein.img_3820

Sie ist zum zweiten mal als Skipperin auf der Osterschelde unterwegs. Mit der Tidenavigation und dem Ausrechnen der Gezeiten steht sie noch ein wenig auf Kriegsfuss.

Also werden erst mal die Stromatlanten und die Tidetabelle rausgeholt. Ich zeige ihr worauf man Achten muss und wie sie selbständig die richtige Abfahrtszeit ausrechnet.

Das hätten wir nun. Jetzt können wir doch mal eine Probefahrt auf die Osterschelfe unternehmen eröffnet mir Claudine ihren Wunsch.Das Wetter ist super aber kalt . Es weht mit 2 bis 3 Bfo. aus SE. Ideal für einen Probetörn. Dabei kann ich mir anschauen, was alles so funktioniert und was nicht. Original Ton Claudine. Dirks Tüv Report brauche ich jetzt…

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Vieles funktioniert nicht richtig, weil es falsch Montiert ist oder weil die Technik verschlissen ist. Aber das werden wir noch hinbekommen. Ich werde Claudine weiter helfen ihren Traum zu leben.

Der Segeltag ist wunderschön aber saukalt. Mit einem schönen Sonnenuntergang verabschiedet sich dieser wunderbare Tag gemeinsam mit der tapferen Claudine.

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