Danke!

Danke!

Irgendwas kitzelt an meinem Ohr.

Der Wind flüstert mir leise zu; Ich wehe für dich die nächsten Tage aus SE mit der Stärke 3-4. Ist das nicht ein Angebot?

Die Sonne schenkt mir ein lächeln; Meine wärmenden Strahlen werden dir gut tun in den nächsten Tagen. Ich gebe dir meine Hand drauf.

Die Wellen plätschern mir zu und zeigen mir, das sie sich nicht hoch aufbäumen wollen für einige Zeit…

Ich werde wach und weiß auf einmal, dass ich ins Ijsselmeer segeln möchte.

Spontan setze ich mich ins Auto und fahre zur Morian. Kaum angekommen mache ich mich auf den Weg nach Rooport und lege Morian außen an die Schleuse. Dort werde ich Übernachten und am Morgen nach Scheveningen segeln.

Als ich aufwache ist es trüb und diesig. Es hat die ganze Nacht geregnet. Sonne, was hast du mir da versprochen…!

Ich starte den Motor und fahre auf die Nordsee raus. Es weht mit 3-4 in Böen 5 aus SE. Die Tide kippte vor einiger Zeit Ich segele zwischen den Sandbänken durch auf die offene See. Der Wind hat noch mehr zugenommen. Über den Sandbänken brechen sich die Wellen. Hier im tiefen Wasser ist aber alles ruhig Ich ändere den Kurs auf NE und lege den Kurs auf die Maas Entrance vor Rotterdam. Da wir einen Tag vor Spring haben ist die Strömung, die von achtern kommt, mein Freund. Morian saust mit bis zu 9,5 kn über Grund auf Scheveningen zu. Was für eine Fahrt. Auch löst die Sonne ihr Versprechen ein und es wird endlich etwas wärmer. Mitte Oktober ist es doch schon ganz schön kalt hier ohne die wärmenden Sonnenstrahlen. Eingepackt in Faserpelz und Regenjacke und Hose lässt es sich aber aushalten. Ich genieße das alleine sein auf der Morian, die rauschend durch die See wühlt. Wenn vereinzelt höhere Wellen unter das Heck der Morian durch gehen, sie ihr Heck anhebt, und sich zu einem kleinen Surf vorbereitet, warte ich voller Spannung, wie schnell sie diesmal die Wellen herunter surft. Das Log schnellt bis auf 8 Knoten hoch und ich schreie vor Freude. Huuuiiii .

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Schnell sind wir vor der Maas Entrance. Nur ein Biggy sehe ich in weiter Entfernung. Ich kann hier einfach durchrauschen. Fantastisches segeln.

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Schon kommen die hohen Häuser von Scheweningen in Sicht. Was für ein kurzweiliges Vergnügen ist das hier. Als ich festmache, sehe ich, dass ich für die 46 sm über Grund 6,5 Stunden gebraucht habe. Danke Morian!

Ich danke auch dem Wind , der Sonne und den Wellen, dass sie auf mich aufgepasst haben…

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2 Antworten zu Danke!

  1. martin.matuschek@t-online.de schreibt:

    Hallo, wir waren auch da 🙂 Auf dem Weg von Stellendam – zum Winter Liegeplatz in der Marina Amsterdam. Ein super Wochenende! Im Anhang mal drei nette Foto’s

    Martin SY Goodwin

    Gesendet mit der Telekom Mail App

  2. Segel Alex schreibt:

    Wieder ein schöner, gefühlvoller Bericht in dem Dir eigenen Stil, den ich so schätze.
    Danke Dirk!

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