Kurz mal Langzeitsegeln im Winter. Oder wie man Langsam segelt.

Nach 65 sm und zwei Schleusen und einmal Zeelandbrücke bin ich vorgestern nach 14 Stunden von Scheveningen  zu meinem Heimathafen ins Verse Meer gesegelt.

Seit dem 29 Januar war Morian nicht mehr in ihrem Heimathafen. 380 sm haben wir zurückgelegt. Wie ihr ja schon gelesen habt, bin ich durch Brückenschäden 7 Wochen in Goes geblieben. Die 3,5 Monate waren natürlich auch gespickt mit unzähligen nach Hause Fahrten, um Aufträge abzuarbeiten.

IMG_2646Es ging über Veere, Goes, Bruinisse,Zierikzee, Scheveningen, Amsterdam, Hoorn, Enkhuizen, Stavoren, Lemmer, Urk,Amsterdam, Scheveningen und zurück ins Veersemeer.

Veere; Kalt und Ruhig

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Goes; Gefangen

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Bruinisse; Ein Freund kauft sich eine Pievit 1000

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Zierikzee: Schöne Zeit mit Luuk verbracht

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Scheveningen. Eiskalte Überfahrt

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Amsterdam; Immer eine Reise wert

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Hoorn; mein Lieblingspalatz

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Enkhuizen; Nur eine Nacht

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Stavoren; Treffen mit Guido

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Lemmer: Geburtstag mit vielen Freunden

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Urk; schönes Treffen mit Guido und seinen Mitseglern

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Viel Wind bei der Überfahrt von Urk nach Amsterdan

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Amsterdam; Nur eine Nacht. Ich will nach Hause.

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Auf nach Scheveningen

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Der Heimathafen ruft

_1090240Eine schöne kleine Reise geht zu Ende. Das Wetter war fast immer gut. Kalt war es natürlich. Aber mit einer Heizung an Bord ist das auch im Winter kein Problem.

Mal sehen wohin die nächste Reise führt. Ich liebe Langsam Segeln…….

Bin wieder da….

…Endlich schreibe ich wieder auf meinem Blog. Aufträge mußten erledigt werden und das Internet ist manchmal einfach zu langsam um in WordPress zu posten.

Ich liege jetzt mit der Morian in Iselmar, einem Hafen in Lemmer.

Nachdem die Brücke in Goes repariert wurde, hat Morian und ich natürlich den Drang sich zu bewegen. Und zwar nicht nur in der Osterschelde, sondern auch auf der Nordsee. Klar ist es noch kalt um diese Jahreszeit aber ich wollte los Richtung Ijsselmeer. Dort habe ich Freunde, die ich besuchen möchte.
Ich bleibe bis 18.00 in Zierikzee. Der Wind bläst den ganzen Tag mir 7 Bfo. Dann nimmt er ab und ich mache mich auf den Weg zur Rooportsluis, die die Osterschelde von der Nordsee trennt. Morgen um 8.00 ist die Tide gut um nach Scheveningen zu segeln.

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Roomportsluis

Morgens um 8 geht es los und ich segele mit achterlichen Wind um die 3 nach Scheveningen. An der Maasentrance bei Rotterdam ist nichts los. Ich musste kein einziges Schiff ausweichen. Das gibt es auch selten. Der Wind ist Eiskalt. Jetzt merke ich, dass wir ja doch noch früh im Jahr sind. Da die Selbsteueranlage alles macht bleibt mir nichts anderes übrig als im Windschutz der Sprayhood zu frieren. Zum Glück ist Scheveningen nicht so weit und ich kann mich nach 6 Stunden wieder aufwärmen.

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Maasentrance

Scheveningen ist teuer und nicht schön. Also geht es am nächsten Tag weiter nach Ijmuiden und durch den Nordseekanal nach Amsterdam. Amsterdam mit seinem Sixhafen direkt in der Stadt ist immer eine Reise wert. Dort werde ich dann ein paar Tage verweilen.

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Als ich im Hafen Anlege höre ich ein Geschrei und ein Mann rennt am Steg entlang. Hinter ihm her rennt eine Herde Polizisten die ihn verfolgen. Als der Steg zu Ende war haben die Polizisten ihn überwältigt und mit Handschellen abgeführt. Was ist denn hier los? Das ist ja eine Begrüßung….Ich mache mir nichts draus und mache Morian fest.

Was sehe ich denn da!?…sage ich mir, als ich am nächsten Morgen aufstehe. Hubschrauberlärm hat mich aufgeweckt…

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Gegenüber der Morian liegt etwas, dass mit einem weißen Tuch abgedeckt ist. Ach du je….

Tatort hier! Alles ist voll von Polizisten und ich habe die Befürchtung, dass dort eine Leiche liegt…Leider stimmt meine Vermutung. Wieso, Weshalb, Warum….ich habe keine Ahnung und der Hafenmeister kann mir auch nichts erklären.

Viele Tage später stellt sich heraus, das diese beiden Vorfälle im Sixhafen nichts mit einander zu tun haben. Der Mann ist leider Ertrunken….

Ich jedenfalls mache mir hier in Amsterdam keine Sorgen um meine Sicherheit. Die Stadt ist mal wieder wunderschön.

Nach 3 Tage geht es weiter nach Hoorn. Leider ist kein Wind und ich Motors dort hin. Hier liege ich sehr gerne im alten Hafen direkt im Ort. Platz habe ich auch noch gefunden. Zwei mal musste ich aber Anlegen. Normalerweise schaue ich nicht nach oben beim Anlegen. Hier wäre es Angemessen gewesen. Morians 16 Meter Mast berührt die Zweige in den Baumen die hier in Reihe stehen. Na ja, dann eben noch einmal und woanders anlegen.

IMG_2421Einfahrt in den inneren Stadthafen.

IMG_2423Toller Liegeplatz  in Hoorn.

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So, genug von Hoorn. Auf dem Weg nach Stavoren mache ich noch einen Halt in Enkhuizen.

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Guido und Hano werde ich in Stavoren treffen. Also los. Leider kommt der Wind genau von vorn mit 4-5 Bfo. Kreuzen ist angesagt. Aus 13 sm werden 20 sm. Jetzt spüre ich mal diese berüchtigte kabbelige Ijsselmeerwelle.

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Stavoren

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Hano refitet hier seine Frans Maas, mit dem er und seine Frau auf große Fahrt gehen soll. Ein wunderschöner 40 Jahre alter Langkieler steht vor mir in der Halle und man sieht sofort, dass hier einer am Werk ist der das kann. Ich bin beeindruckt Hanno!

Mit Guido verschwinde ich in eine Kneipe und man sieht uns erst Stunden später wieder auf der Strasse…. Es war wirklich ein schöner Abend… Hicks…….

Meine letzte Station ist Iselmar bei Lemmer. Hier bleibt Morian erst mal und ich werde wieder Auftragsarbeiten erledigen….

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