Batteriemonitor

In der Wand an der Seite vom Kartentisch klafft ein Loch vom Vorbesitzer. Hier werde ich eine Abdeckung bauen um einen Batteriemonitor und einen Lautsprecher für die Funke zu installieren. Dadurch weiß ich immer wie viel AH ich noch in der Batterie habe und wann ich die Verbraucherbatterie aufladen muss. Ein kleines Hartholzbrettchen ist schnell ausgesägt und mit dem Bohrer perforiere ich den Ausschnitt für den Lautsprecher der Funkanlage. Dann wird alles angeschliffen und mit Holzbeize so eingetont, dass die Farbe zum Teakton der Inneneinrichtung passt. Ein paar Kabel werden verlegt und alles angeschlossen..Voila……Bild

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Heimfahrt und Gewitter

Ich muss mich mal wieder in Deutschland blicken lassen. Also wird der Diesel angeschmissen und ich Motore von Urk nach Amsterdam. Leider ist kein Wind. Eigentlich wollte ich direkt bis Ijmuiden und am nächsten Tag nach Zierikzee. Die Wettervorhersage hat aber für den nächsten Tag auch keinWind angesagt. Erst für Übermorgen soll der Wind auf E 4 mit Böen 6 gehen. Also habe ich noch einen Tag Zeit und biege mal wieder in den Sixhafen von Amsterdam ab. Jetzt ist deutlich mehr hier los in der Osterwoche.

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Am nächsten morgen Motore ich nach Ijmuiden. Da ich schon nach 3 Stunden dort bin verwende ich den restlichen Tag Morian vom Sand aus Urk zu befreien. Puhhh, was für eine Arbeit.

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Morgens um 7 mache ich mich auf den Weg nach Zierikzee. 80 Sm liegen vor mir. Trübe fängt der Tag an. Wind ist da, und so setze ich die Segel und lege den Kurs an. Ich segele mitten durch die Reede vor Rotterdam und muss mal wieder mehrere Schiffe vor der Maas Entrance ausweichen.

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Auf einmal geht der Wind weg. Die Luft kühlt sich merklich ab und in den letzten 3 Stunden ist das Barometer um 14 Striche gefallen. Hmm, sieht nach Gewitter aus. Hoffentlich ist nicht so viel Wind drin. Ich mache Morian Sturmfest und ziehe mir das Ölzeug an. Dann verändert sich der Himmel und es wird ganz dunkel. Dies geschieht in wenigen Minuten.

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Dann dreht der Wind nach rechts und die Luft wird auf einmal wieder richtig warm. Kurze Zeit später schüttet es wie bei der Sintflut. Hagelkörner von eine halben Zentimeter Durchmesser prasseln auf mich ein. Der Wind wird sehr Böig und kommt dann von vorne. Ich verkrieche mich unter die Sprayhood und kann nur abwarten. Raus gehe ich nicht. Zum Glück hatte ich die Segel geborgen und Motore jetzt gegen den Wind zur Ansteuerungstonne, um zur Rooportschleuse zu gelangen. Ca 9 sm habe ich nch bis zur Schleuse.

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Nach 45 Min ist der Spuk vorbei. Zum Glück wurde der Wind nicht so Stürmisch und die Wellen überhaupt nicht hoch. Ich erreiche die Schleuse von Rooport und werde als einziges Boot geschleust. Jetzt noch 8 sm und ich bin in Zierikzee.

Nach 14 Stunden und 80,4 sm mache ich längsseits an einer Jacht fest. Hier ist mal wieder Päckcheliegen angesagt. Ziemlich unwillig und muffig nimmt mein Bootsnachbar meine Leinen an. Das ist mir aber egal…..