So wie in alten Zeiten!

Heute segeln mein Vater und ich zurück nach Wolphaartsdijk.

Leider ist es Grau in Grau aber der Wind weht mit NW 4-5 ganz ordentlich.

Nachdem wir noch den Antriebsmotor von der el. Selbsteuerung wieder eingebaut haben starten wir den Motor und tuckern die lange Hafenausfahrt entlang bis zur Osterschelde. Pünktlich um 11.10 öffnet die Zeelandbrücke und ich rolle die Genua aus. Mein Vater geht ans Ruder und Morian stürmt mit bis zu 8,4 kn durchs Wasser los. Er geniesst die weichen Bewegungen der Morian und ist endlich wieder auf dem Wasser unterwegs. Ich fühle mich wie in alte Zeiten zurückgesetzt und freue mich über die gemeinsame Zeit mit meinem Vater auf der Morian. Viel zu schnell sind wir bei der Ansteuerung zur Zandkreeksluis. Also beschließen wir zu wenden und noch mal zur Zeelandbrücke zu segeln um dann zurück zum Heimathafen zu fahren.

Danke Papa, dass du hier warst! Es war schön mit dir!

Bild

Bild

Bild

Bild

Bild

Bild

Ich bleibe heute noch in Zierikzee. Mein Vater kommt zu Besuch und wir zum ersten mal die Morian live sehen.

Wir sind früher viel zusammen gesegelt und sind ein perfekt eingespieltes Team. Erst zusammen mit unserer Achat Jolle, dann mit einer Hurley 700 unsere ersten Nordseeerfahrungen gemeinsam gesammelt, und größere Törns mit unserer Sadler 29.

Heute Morgen gab es endlich auch mal sonniges Wetter.

Bild

 

Bild

 

Bild

Überholungsarbeiten

Hans fährt Morian gekonnt auf den Parkplatz, wo sie die nächsten 7 Tage stehen wird.

Bild

 

Bild

 

Als erstes kommt der Kiel dran. Der Rost wird so gut es geht entfernt und dann wird ein Rostumwandler gestrichen. Danach noch 4 Schichten Primocon von International um eine Wasserdichte Schicht zu bekommen. Die Farbe kann nach 3 Stunden überstrichen werden. Dadurch brauche ich nur 1,5 Tage für das Streichen. Am Schluss noch 2 Lagen Antifouling und gut ist! Leider Regnet es immer wieder, so dass die Arbeiten schleppend voran kommen.

Bild

Bild

 

In den Regenpausen krieche ich ins Schiff und mache das Blakes Ventil am Spülauslass wieder gängig. Diese alten Englischen Ventile sind wirklich von guter Qualität. Da sie aus Rotguss sind halten sie ewig und blühen nicht aus wie die normalen Messingventile. 2 Schrauben werden gelöst und der Konische Innenteil kann herausgenommen werden. Alles wird gesäubert, der Konus fein geschliffen und alles mit Seewasserbeständiges Fett wieder eingesetzt.

Bild

 

An der Propellerwelle kommen noch 2 Zinkanoden und der Bugstrahler bekommt auch noch Antifouling.

Bild

 

Die Polierarbeiten gehen weiter. Ich habe das Produkt von von Starbrite genommen. Dieses Produkt ist Testsieger beim Segeln Magazin. Erst wird der Reiniger und Wachs aufgebracht. Das zweite mal um das Boot ging es dann mit den Marine Polish. Dies ist eine Seltsame Reihenfolge, aber Starbrite schreibt es so vor! Das Ergebnis sieht richtig gut aus. 

Bild

 

Puhhh, meine Arme schmerzen immer noch! 

Die Achse vom Log war noch verbogen und lief nicht. Zum Glück konnte ich die Achse wieder Richten und noch einmal einsetzen. Jetzt funktioniert sie auch wieder.

Endlich, Morian kommt heute wieder in sein Element. Leider regnet es, aber ich bin Froh, daß Morian nicht so auf den Bock, bei jedem Windstoss, leiden muss.

Geschafft!

Jetzt kann die Herbst und Wintersaison wieder beginnen.Bild

Spontan geht Morian an Land

Nach 14 Monaten muss Morian mal wieder festen Boden unterm Kiel haben. Ich muss ein Blakes Ventil gängig machen und Zinkanoden müssen wieder Montiert werden. Auch soll der Rumpf poliert werden. Auch bin ich gespant wie das Unterwasserschiff mit dem Coppercoat aussieht. Hans, der Hafenmeisetr und ich kranen Morian raus.

Bild

 

Was sehe ich da! Der Rumpf hat kein Bewuchs, nur ein bischen Schleim klebt drauf. Aber der Kiel!

Bild

 

 

Da hat mich der Verkäufer übers Ohr gehauen als er mir sagte, das das ganze Unterwasserschiff mit Coppercoat vor 3 Jahren von einer Werft aufgebracht wurde. Am Kiel war irgend eine andere Farbe drauf, die überhaupt nicht gegen Pocken wirkt. Jetzt weiss ich auch, weshalb wir beim letzten Törn so langsam waren. Beim Abspritzen mit Hochdruck fällt die Farbe vom Kiel.

Bild

Wieder rüber nach Blankenberge

Jetzt müssen wir aber mal wieder nach Hause. 8.00 Auslaufen. Mal wieder kein Wind am Morgen. Also Diesel an und los. Die Hafenausfahrt zeigt grün. Nach 3 Stunden kommt Wind auf und wir setzen Vollzeug. 90 qm Segelfläche bei halben Wind lässt Morian losziehen. Welch eine Freude und man sieht es uns an. Für ne Stunde verziehe ich mich dann in die Koje und Dietrich übernimmt. Als ich wieder aufwache pfeift es ganz schön draußen. Der Wiind hat zugenommen und wir haben das Verkehrstrennungsgebiet überquert. Ich beschließe das Gross ganz weg zu nehmen. Wir müssen jetzt sowieso den Kurs auf Vorwindkurs ändern. Bei dem Seegang muss man zu viel aufpassen, das wir nicht Halsen.. Wir werden ein wenig langsamer aber es wird wieder gemütlich auf der Morian. Jetzt haben wir noch ca. 28 sm bis Blankenberge. Nach 12 Stunden erreichen wir den Hafen und machen Lägsseits am Steg fest.

ImageImage

Image

Morgen geht es über Vlissingen wieder nach Hause. Eine schöne Segelwoche mit Dietrich geht zu Ende und ich habe doch Gemerkt ,wie viel einfacher es ist diesen Törn mit einem Mitsegler zu machen als wie vor 2 Wochen Einhand.