Falmouth

Wir sind in Falmouth angekommen.

Das heißt  Andrea und Mac warten auf mich in der Falmouth Haven Marina. Da ich ja Probleme mit meiner Lichtmaschine  habe, segele ich von Fowey zurück nach Dartmouth. Rob, der mir die Lichtmaschine verkauft hat erwartet mich dort. Ohne Probleme tauscht er die Lichtmaschine auf Garantie. Ich blieb noch ein paar Tage und segelte dann die 60 sm nach Falmouth.

Hier in der Marina, die dicht am Stadtzentrum liegt, bezahle ich 3,5 Pfund pro Meter. Dafür habe ich Landverbindung, Strom, Wasser, Müllentsorgung und eine Tankstelle am Steg. Nach über 2 Wochen nicht in einer Marina gewesen zu sein, bezahle ich das gerne. Für 2,5 Pfund pro Meter darf man an eine der zahlreichen grünen Visitor Moorings anlegen. Für 1.5 Pfund pro Meter darf man direkt neben dem Hafen ankern. Wassertaxis holen einen ab, um von den Moorings oder vor Anker an Land zu kommen. Dies ist hier an der Küste überall üblich.

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Falmouth ist einer der größten Naturhäfen Europas. Port de Mahon auf Menorca ist der größte Naturhafen.

Zahlreiche Regatten und Weltumsegelungen starten hier. Alles ist auf Maritim gebürstet. Unzählige Bars und Restaurants gibt es um sich die Nächte um die Ohren zu hauen. Das National Maritim Museum ist ein Besuch wert.

Am Eingang zum Steg ist der Fußabdruck von Sir Robin Knox Johnston abgedruckt. Er ist der Erste Mensch, der offiziell Einhand und ohne Stopp, 1969 um die Welt gesegelt ist.

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Wir haben Glück und sehen den Start der AZAB 2019 von der Morian aus. Dies ist eine Einhand und Zweihand Regatta zu den Azoren und zurück.

 

Der holländische Golden Globe  Segler Mark Slants, der zweiter wurde bei der GGR, segelt mit Susie Goodall zusammen dieses Rennen. Susie wurde beim GGR ja vor Australien abgeborgen , als ihre Rustler 36 kopfüber ging.

Und was sehe ich hier. Mark´s Rustler 36 „Maverick“ läuft auf, als er gerade aus dem Hafen motort. Ich hoffe, dass es kein schlechtes Omen für seine Regatta ist. Viel Glück ihr beiden.

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Fuchsie und Martin, zwei Freunde aus Pencance besuchen uns. Mit deren Auto fahren wir in den Restronguet Creek nördlich von Mylor. Dort gibt es den“ The Pandora Inn“. Ein Restaurant, Kneipe und Hotel. In der Bar muss man sich den Kopf einziehen. Die Deckenhöhe ist nur für Leute bis 1,70 gedacht. An strategisch wichtigen Punkten sind die dicke Holzbohlen mit Leder ausgekleidet um seinen Kopf zu schützen. Diese  Punkte sind natürlich dort, wo der direkte Weg von Draußen zu Bar ist. Auch etwas besonderes ist der lange Pantoon vor dem Gebäude. Dort sind Tische und Stühle für die Gäste aufgebaut. Wenn man  lange genug hier bleibt, kann man sich mit einem auf und ab von der Ebbe bis zur Flut betrinken…

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Das Wetter ist sehr unbeständig. Immer mal wieder Regen und viel Wind. Richtiges Aprilwetter eben. Heute machen wir uns auf den Weg zum Pendennis Castle. Eine riesige Festung Anlage umgeben von gewaltigen Mauern. Der Weg geht durch die Stadt und die Küste rauf und an einer großen Werft vorbei.

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Wir sparen uns die 14 Pfund Eintritt und spazieren außen rum bis zu einer kleinen Verteidigungsstellung direkt an der Landspitze.

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Die Aussicht ist toll und wir sehen gegenüber St Mawes und den Eingang in diese riesige Bucht. Ich nehme mir vor noch nach St Mawes zu segeln um dort vor Anker zu gehen. Auch möchte ich in diese Bucht hinein segeln um auf dem River Fal tiefer ins Landesinnere zu kommen. Dies ist aber eine andere Geschichte…

River Yealm und beinah Kollision

Wir liegen im River Yealm in Devon. Cornwall fängt ja erst ab Plymouth an. Ob Devon oder Cornwall schöner sein muss sich noch raus stellen. Ich jedenfalls bin von Devon voll begeistert.

Die Ansteuerung ist nicht ganz so einfach. Ich muss erst den Kurs nach Norden wechseln um die Einfahrt in den River Yealm zu sehen. Tief versteckt zwischen den Anhöhen öffnet sich der Fluss, der ein Barre am Eingang hat. Eine sehr schmale Durchfahrt hat sie, die aber tief genug ist. Das sagt jedenfalls Navionics. I Sailor ist da anderer Meinung und zeigt mir hinter der Barre nur 90 cm. Na Toll! Ich bin aber bei Auflaufendem Wasser und halber Tide hier. Also ist das kein Problem. Zwei rote Tonnen und Richtbaken an Land weisen mir den Weg hinein in den Fluss.

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Dieser windet sich über SE nach N hoch. Unzählige  Boote liegen hier an Mooring Tonnen. Das tiefe Fahrwasser zu sehen, ist schwierig. In Schlangenlinie fahre ich zwischen den Schiffen herum. Der Strom ist  beachtlich. Mit 2 Knoten werde ich auch noch hinein geschoben. Der erste Besucher Pantoon ist voll. Der Hafenmeister kommt mir mit einem kleinem Motorboot entgegen und sagt, dass Flussaufwärts noch ein Pantoon steht. Also wird weiter geschlängelt. Jetzt bemerke ich, dass ich mich nicht richtig vorbereitet habe. Es ist hier kaum Platz zu manövrieren. Jedenfalls nicht, wenn es bis zu 2 Kn strömt. Bei Stillwasser ist das natürlich kein Problem. Ich aber habe noch keine Fender draußen und meine Leinen sind auch noch nicht klar.Wie ein Wiesel renne ich zwischen Steuerrad und Fender aufhängen, Leinen befestigen hin und her. Manchmal komme ich den hier an Moorings liegenden Yachten gefährlich nahe. Ich werde durch die Strömung so sehr auf die Yachten gedrückt. Mit beherztem Vollgas weiche ich den Booten gerade so aus. Nicht mehr als 50 cm bis zur Kollision waren das bei einer Yacht. So ein Mist. Nächstes mal bin ich besser Vorbereitet.

Am Pantoon angekommen waren die DaLang auf mich und Mac und Andrea nehmen meine Leinen an. Ufff

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Ich sitze im Cockpit. Mich empfängt Ruhe. Oh ja, was für eine schöne Kulisse ist das hier. Tiefe Wälder auf der einen und der Ort Newton Ferrers auf der anderen Seite begeistern mein Auge. Wunderbare Häuser sind hier in den Hängen gebaut. Hier zu wohnen scheint ein Privileg zu sein. Auch dieser Fluss ist mal wieder ganz anders als der River Darth oder Salcombe. Was ist das nur? Ich spüre hier eine Art von Geborgenheit, Sicherheit. Das liegt wohl daran, dass dieser Fluss schmaler ist wie die anderen und hohe Hänge an beiden Seiten hat. Die sind so wunderbar Grün. Auch ist hier noch nichts los. Ich fühle mich auf Anhieb wohl.

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Das Leben wird hier bestimmt von den Gezeiten. Bei Ebbe fällt der Anleger vor dem Hafenmeister Gebäude fast ganz Trocken. Hier sind auch die Sanitär Anlagen. Bei einem Spaziergang über mehrere Stunden haben wir nicht auf die Tide geachtet. Als wir zurück kommen mussten wir unser Schlauchboote dann gemeinsam ins Wasser tragen.

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Der Newton Creek am Dorf fällt bei Ebbe trocken und man kann zu Fuss von der einen zur anderen Seite gehen. Ein Beton Weg zeigt den Weg bei Ebbe rüber. Das ist auch gut so. Denn auf der einen Seite ist das Dolfins, eine Kneipe und auf der anderen Seite The Swan In. Wenn man einen Trinken gehen will muss das Timing stimmen. 😉

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Ich mag diesen Ort sofort. Schöne Häuser mit den tollsten Aussichten auf dem Fluss stehen hier. Ein kleiner Supermarkt im Post Office und ein Co Op ist auch noch da.

Was will man mehr…

WOW! River Yealm Luftfotos.

Dieser Fluß ist der Knaller. Er windet sich von der Küste ins Landesinnere von Devon.

Dadurch, dass er eine fast 180 Grad Kurve macht liegt man sehr geschützt an Mooring oder an zwei Visitor Stege. Am Visitor Steg zahle ich 21 Pfund die Nacht. Mit dem Schlauchboot können wir dann zum Anleger fahren, der auch bei Hochwasser für Yachten geeignet ist. Es ist ein Kurzzeitanleger, wo man Wasser bunkern kann. Oberhalb des Anlegers sind das Sanitär Gebäude mit Duschen.

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Da noch nicht viel los ist liegen wir nur zu zweit am Steg.

Ich bin von der Landschaft restlos Begeistert. Die jetzige Jahreszeit mit der klaren Luft, dem Licht und dem frischen Grün verzaubern mich einfach. Bis jetzt mein Favorit an der Küste von Devon.

Der Landgang ist eine andere Geschichte….

 

Dartmoor. Knutschkugel + 5. und ein Klavier!

Man setzt 5 ausgewachsene Menschen in einen Fiat 500 Cabrio, öffnet das Dach um überhaupt Luft zu bekommen und fährt mal kurz ins Hinterland nach Dartmoor.

Ja, das hat wirklich Spaß gemacht.

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Christl und Martin, zwei Freunde aus Penzance besuchen uns in Salcombe.

Habt ihr Lust nach Dartmoor zu fahren fragt Christl?

Na klar, wir als Yachties sind immer froh mal ins Landesinnere zu kommen.

Also los….Hmmm, die beiden sind mit ihren Fiat 500 hier. Ach das geht schon. Irgendwie quetschen wir uns ins innere des Wagens und laufen rot an. Martin öffnet schnell das Verdeck und die Fahrt kann los gehen.  Zum Glück nur ein paar Kilometer bis zu ihrem zweiten Wagen, einem Peugeot, der deutlich mehr Platz bietet. Dann geht es los über Stock und Stein, engen Straßen Berg auf und Berg ab. Ich wusste gar nicht, dass Devon so hügelig ist. Dartmoor ist ein Hochplateau, das ca. 400 Meter hoch ist. Wie in einer Mondlandschaft fühlt man sich hier. Heute ist es grau in grau. Wir würden uns nicht wundern, wenn der Hund von Baskerville hier rumschnüffeln würde.

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Irgendwie ist dieser Ort unwirklich und passt nicht an diese Stelle.  Jedenfalls nicht, wenn man von der Küste kommt.

Da, lasst uns mal einkehren in einem Kaffeehaus. Urig sieht es aus. Gebaut aus dicken Steinen steht es hier schon mehr als 150 Jahre. Wir öffnen die dicke Holztüre und werden mit Klaviermusik empfangen. Nicht von einer Cd, nein, ein älterer Herr sitzt  am Klavier und spielt vor sich hin. Was für ein Kontrast zu draußen. Ein Kamin ist an und hüllt diesen Raum in eine wohlige Wärme. Wir bestellen uns eine Suppe und lauschen den klängen.

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Weiter geht es. Mitten im Moor gibt es ein Gefängnis. Es ist mehrere Hundert Jahre alt und hatte mal über 12000 Häftlinge.Heute sind noch 630 Personen eingesperrt. Hier zu fliehen ist sicherlich einen Herausforderung. Das Moor erstreckt sich über so viele Quadratkilometer. Der Geflüchtete kann sicherlich leicht geschnappt werden.

 

Über enge Kurven fahren wir das Hochplateau wieder runter bis an die Küste. Ich komme mir vor wie aus einer anderen Welt.

 

Danke Christl und Martin für diesen interessanten und schönen Ausflug.

 

 

Dittisham und das mit dem Glück!

Heute Morgen sind wir den River Dart Flussaufwärts nach Dittisham gemotort. Eine Woche Dartmouth mit dem 3 tägigen Musikfestival war sehr beeindruckend und hat viel Spass gemacht. Jetzt sehnen wir uns nach Ruhe. Und was liegt näher als die 3 sm Flußaufwärts zu fahren. Vor Dittisham legen wir uns an einer Mooring. Die fahrt dort hin ist immer wieder schön. Das bewaldete Ufer gleitet an mir vorbei und meine Blicke beißen sich immer wieder an sanften Hängen, Yachten die links und rechts an Moorings stehen und dem Bootshaus von Agatha Christie fest. Ihr Anwesen liegt mitten im Wald.

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Dank der frühen Jahreszeit sind einige Visitor Bojen frei. Schwupps fahre ich seitlich an eine Mooring und lasse mich von der Strömung Mittschiffs drauf treiben. So habe ich alle Zeit meine Leine durch die Öse zu ziehen und mich nach hinten treiben zu lassen. So mache ich es aber nur bei Bojen auf Kunststoff.

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Als ich den Motor ausstelle kommt mir einen Ruhe entgegen, die nur von zwitschern der Vögel unterbrochen wird. Ohh da, ich lausche! Auch noch ein leises Plätschern von der Strömung nehme ich wahr.  Die Sonne scheint, es ist warm und ich setze mich ins Cockpitt. Da kommt auch schon Andrea und Mac mit Ihrer Da Lang und greifen sich eine Mooringboje.

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Zu zweit liegen wir hier jetzt vor Dittisham. Und das meine ich mit dem Glück. Wir drei verstehen und einfach mehr als richtig gut. Und das bereitet mir eine solche Freude. Es ist schön mit euch ihr Lieben. Glück zu spüren ist eine Gabe, die ich immer besser umsetzen kann. Ich bin so Dankbar und Glücklich diese Menschen um mich herum zu haben.

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Dankbar natürlich auch, solch eine Lebensform gefunden zu haben und sie ausleben zu können. Arbeit und Segeln zu kombinieren. Das war ein langer Weg mit vielen Wendungen in meinem Leben und natürlich viel Arbeit. Und das nicht nur beruflich.

Und zwar Arbeit an mir und meiner Einstellung zum Leben. Auch mutige und unpopuläre Entscheidungen zu treffen waren nicht leicht, dem Sicherheitsdenken eine Abfuhr zu erteilen und natürlich das was mir Wichtig ist zu erkennen und auch umzusetzen.

Auch das Glück Morian gefunden zu haben…

 

Ich spüre Glück!

Beaulieu River. Einfach der Wahnsinn!

Ich bin tief Beeindruckt, ja wirklich tief Beeindruckt vom Beaulieu River.

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Der liegt gegenüber von der Isle of Wright genauer genommen schräg gegenüber von Cowes auf der Festlandsseite. Über einer Barre, die bei Niedrigwasser nur 90 cm Wasser hat, kommt man in diesen wunderbaren Fluss. Wenn man den Revierführer liest hört sich die Ansteuerung kompliziert an. In Wirklichkeit, wie so oft ist es ganz einfach in den Fluss zu kommen. Wir fahren bei Hochwasser ein und mein Tiefenmesser zeigt nie weniger wie 1,70 m unterm Kiel an. Rote und grüne Spieren weisen uns den Weg in die Mündung, die mit zahlreichen Flachs gespickt sind. Mäanderartig schlängelt sich der Fluss schiffbar bis Bucklers Hard hoch. Ein Hafen der sich ca. 4 sm  am Oberlauf befindet. Dann wird es sehr flach und wir kommen nur noch mit dem Schlauchboot weiter.

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Einen Liegeplatz suchen wir uns an einem Steg ohne Landverbindung etwa auf halber Höhe nach Bucklers Hard. Dort kostet das Liegen 2,5 Pfund der Meter. In Bucklers Hard sind es 3,5 Pfund je Meter inclusive Wasser und Strom am Steg.. Einige Visitor Bojen, die Weiß und mit einem V gekennzeichnet sind liegen noch am Eingang des Flusses. Dort soll es pro Meter 1,5 Pfund kosten. Ankern kann man für 5,5 Pfund pro Schiff.

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Marschland, ja so sieht es aus am Eingang des Flusses. Im Hinterland ist alles bewaldet. Unzählige Yachten liegen links und rechts von der Fahrrinne vor Mooring. Mein Herz fängt an zu pochen als ich die Gipsy MothIV hier liegen sehe. Francis Chichester, von Krebs gezeichnet, segelte mit ihr1966 Einhand um die Welt mit nur einem Zwischenstop in Sydney. Das war für die damalige Zeit ein waghalsiges Unternehmen und veranlasste die Queen ihn zum Ritter zu schlagen. Als Jugendlicher verschlang ich sein Reisebericht und ein Absatz in diesem Buch werde ich nie vergessen. Mit einem Fass Whitbread Bier ausgestattet und im Kiel eingebaut sagte er Sinngemäß:

Jedesmal wenn ich ein Bier zapfte durchlitt ich Höllenqualen. Denn ich wußte nie, ob es mein letztes sein könnte.

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Weiter geht es den Fluss aufwärts. Nach einer Rechtsbiegung sehen wir den Steg im Fluss ohne Landverbindung. Viele Yachten sind dort befestigt und als Dauerliegeplatz ausgewiesen. Ca. 80 Meter in der Mitte sind noch frei. Dort dürfen wohl die Visitors festmachen. Als der Motor aus ist empfängt uns eine wunderbare Ruhe. Nur durch das zwitschern der Vögel oder das platschen der Bugwelle der vorbeifahrenden Yachten unterbbricht diese Stille.

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Ich laufe den Steg ab. Schöne Boote liegen hier. Dort liegt eine Rival 36. Was habe ich für dieses Schiff geschwärmt. Als ich Morian kaufte war sie und Morian die letzten Schiffe auf meinen Liste. Eines von den beiden wird es. Ihr tiefes Cockpit hat es mir angetan. Ihre klassischen Linien, ein gemäßigter Langkieler mit dem Ruder geschützt von einem Skek. Ihr klares Deck, wo man gut nach vorne zum Bug kommt. Und natürlich ihre solide Bauausführung. Das ist mein Schiff wenn ich vom Bauch aus entschieden hätte. Morian ist mehr das Vernunft Boot um drauf zu leben.

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Und da, eine Van de Stadt 45. Mit tiefem Mittelcockpit und schönen klassischen Linien.

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Andrea, Mac und ich beschließen eine Schlauchboot Tour den Fluss hinauf bis zum Ende an der Ortschaft Beaulieu zu machen. Der Ersatzkanister wird ins Schlauchboot gepackt Wir tuckern mit unseren Honda 2,3 Ps Aussenborder los. Übrigens tolle leichte Motoren die nur 13 Kg wiegen und Luftgekühlt sind. Sie brauchen kaum Wartung. Nur Getriebeöl und Motoröl jedes Jahr. Das war es. Der einzige Nachteil des Luftgekühlten Motor ist die Lautstärke.

Vorbei an unzähligen Yachten vor Mooring und einer wunderbaren Landschaft erreichen wir Bucklers Hard. Dort gibt es eine kleine Marina und einen langen Besuchersteg im Fluss. Auch die Marina nimmt Visitors auf. Hier gibt es einige Häuser, ein Museum und ein Hotel mit Restaurant und schönem Biergarten. Alles very Britisch mit einem gepflegten Rasen davor. Einige Ferienunterkünfte gibt es auch.

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Wir fahren mit den Schlauchbooten weiter Flussaufwärts. Hinter den engen Kurven werden wir immer wieder mit neuen Landschaften belohnt. Riesige Häuser von wohl sehr wohlhabenden Leuten verstecken sich an den seichten Anhöhen im Wald dahinter am Ufer. Sehr schön anzusehen. Der Fluss wird immer seichter. Wir haben ablaufendes Wasser. Als der Außenborder im Schlamm fest steckt kehren wir um und machen an einem Steg fest.

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Zu Fuß laufen wir weiter bis zu dem kleinen Ort Beaulieu. Ein Oltimer Museum ist hier die Attraktion. Im Schaufenster sehe ich, das ein Jaguar E Type für 330000 Pfund verkauft wird. Ein anderen E Type kann man für schlappe 700 Pfund am Wochenende mieten…

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Wir gehen lieber in eine Teestube wie es sich für einen Briten gehört.  Gestärkt mit Sandwiches  laufen wir durch diesen urigen Ort und machen uns dann auf den Weg zurück zum Schlauchboot. Nach einer Stunde Bootsfahrt sind wir wieder zurück auf unserem Steg mitten im wunderbaren Beaulieu. Ich mag diesen Ort sehr…

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Eastbourne, Beachy Head und Brighton.

Ja Eastbourne. Irgendwie ist es für mich immer wieder ein Muss. Aber ein Muss, weil  ich hier immer hängen bleibe, ohne das ich es eigentlich möchte. Es liegt einfach günstig. Egal ob von Osten Ramsgate, Dover oder Boulogne, vom Westen Coves auf der Isle of Wright. Hierher kommt man in einer Tagesetappe.

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Mir gefällt der Hafen hinter der Schleuse einfach nicht. Bei Spring Niedrigwasser ist es gefährlich flach vor der Einfahrt. Jedenfalls bei mir mit meinen 1,80m Tiefgang. Umbaut von mehrstöckigen Häusern fühle ich mich wie in einem Kessel.  Hier hat sich nichts langsam entwickelt. Es wurde vor vielen Jahren einfach aus dem Boden gestampft. Schön auf dem Reißbrett mit kleinen Kanälen zwischen den einzelnen Hafenbecken. Freundlich sind sie hier ja. Man bekommt hier den vollen Service. Und das 24 Stunden rund um die Uhr. Wir gehen am Strand spazieren westlich vom Hafen. Am Strand der aus großen Kieselsteinen besteht. Ein paar alte Boote liegen am Strand. Mit Motorwinden wurden sie wohl wieder an den Strand gezogen. Das ist aber schon lange her. Alles ist hier verwahrlost. Jetzt stehen die kleinen gemauerten Boxen leer, wo einst die Motoren der Winden eingebaut waren. Ich werde einfach nicht warm mit Eastbourne…

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Am nächsten Tag Motoren wir weiter nach Brighton. Auch hier finde ich es nicht sehr schön. Aber die Fahrt an den Kreidefelsen ist immer wieder ein Erlebnis.Wir setzen den Kurs dicht unter Land. Vorbei an Beachy Head mit seinem Leuchtturm und den eigenwilligen Seven Sisters, die wohl ein Geschwisterchen bekommen hat. Hier zähle ich jetzt 8 Bögen.

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7 Sisters

Die Brighton Marina kenne ich schon seit über 25 Jahren. Sie sieht heruntergekommen aus. Zur weit entfernten Stadt zieht es uns auch nicht. Dies ist auch nur ein Zwischenstop zur Isle of Wright. Hier treffe ich Gill, eine vom Vorstand der Westerly Owners Assiosation. Sie ist zusammen mit Ihren Mann auf ihrer 41 Jahre alten Westerly Solway unterwegs.

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Wir  schießen  Fotos von unseren Booten und sprechen ein wenig über diese wunderbaren Britischen Yachten. Sie ist sehr an meiner Sealord interessiert. Auch hier bleiben wir nur eine Nacht. Morgen geht es weiter nach Cowes…