Motor im Eimer! MIST!!!

No Mayonnaise!

Dass sagt der Mechaniker nach dem zweiten Ölwechsel und dem zweiten Austausch vom Ölfilter. Ich bin erleichtert, nein ich könnte heulen vor Freude. Vor 24 Stunden sah alles noch viel Schlimmer aus und ich dachte die Reise ist zu Ende.

Was war passiert?

Von Duinkerke wollen wir nach Boulongne. Natürlich checke ich den Motor vor der Abfahrt und kontrolliere den Motorölstand. Alles in Ordnung. Na ja, ein bisschen Motoröl kann der Motor noch vertragen. Also mache ich den Öleinfüllstutzen auf und sehe….

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Ohh nein.

Ein gelblich weißer Schleim mit der Konsistenz von Mayonnaise klebt 2 cm dick unter dem Deckel und im Einfüllstutzen. Für mich ist es der reinste Horror. Wasser im Öl ist hier die Ursache. Das ist mir sofort klar. Und in meinen Gedanken dreht sich alles um kapitaler Motorschaden, abbruch der Reise und ein riessiges Loch in meiner Geldbörse.

Was nun?. Ich gehe erst mal zur DaLang und berichte  von der Katrastrophe. Beide versuchen mich wieder aufzurichten und sagen zu mir, dass es immer eine Lösung gibt.

Wir denken nach. Hier in Duinkerke einen Mechaniker zu bekommen der Englisch Spricht ist schwer. Der soll sich das mal anschauen. Ich poste in diversen Foren und suche Rat. Erstaunlich viele User stehen mir emotional bei. Einige haben gute Tipps parat. Ich kontaktieren Michael Herrmann Yachtiside.. Als erstes wird natürlich ein Defekt der Zylinderkopfdichtung vermutet. Das ging mir auch durch den Kopf. Aber warum ist im inneren Kühlkreislauf der Überdruckbehälter noch genauso voll wie am Anfang. Kein Wasser ist im inneren Kühlkreislauf verloren gegangen.

Wasserschlag durch den Auspuff kann ich auch ausschließen. Ich bin seit dem letzten Ölwechsel und Filterwechsel gerade mal 8 Stunden unter Motor gefahren. Fast alles im Kanal. Und sonst bei Flaute ohne Wellengang.

Der Belüfter kann es auch sein. Michael Hermann gibt mir wertvolle Tipps.

Er tippt eher auf die Seewasserseite. Also Seewasserpumpe. Ich sollte mal den Weg verfolgen von der Seewasserpumpe bis zur Abgas-Wasser- Einspritzung und Wärmetauscher. Dort sitzt der Übeltäter. Dies leuchtet mir ein. Kopfdichtung würde ich auch verneinen.

So, jetzt brauche ich noch einen vernünftigen Mechaniker. Vom letzten Jahr, als ich meinen Törn über die Biskaya gemacht habe weiß ich noch, dass es einen guten Mechaniker in Niewpoort, Belgien gibt. Dort war ich letztes Jahr um ein neues Kugellager in einem von meinem Umlenkgetriebe der Steuerung reparieren zu lassen. Die haben einen guten Job gemacht. Schipsupport heißen die und ich kann sie wirklich weiter empfehlen.

Also muss ich jetzt noch die 18 sm von Duinkerke nach Niewpoort irgendwie hin kriegen. Unter Motor mit immer wieder gemachten Ölwechsel war meine erste Idee. Ich erkundige mich nochmal im Netz und mir wurde davon abgeraten. Der liebe Mac springt mir zur Seite und sagt das er mich schleppen könne. Ja, so machen wir es. Ich lege nur unter Motor ab und dann wieder An. Das werden vielleicht gerade mal 4 Minuten Motorfahrt werden. Wir machen die Schleppleine klar. Mac schnürt ein Hahnepot mit einer Liros Handy Elastik Leine. Das selbe mache ich bei mir auch an den beiden Bugklampen. Dies Leinen dehnen sich extrem und dämpfen so den Zug an den Klampen. Zwischen den Hahnepots binden wir eine normale Festmacherleine. Diese Kombi funktioniert tadellos auf den nächsten 18 sm.

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Um 16 Uhr sind wir in Niewpoort beim Mechaniker am Steg. Als ich vorher mit Ihm telefoniert habe sagte er mir, wir können hier festmachen . Ein Mechaniker kommt um sich die Sache mal anzusehen. Aber die Terminbücher sind voll. Keine Ahnung wann er Zeit zum reparieren hat. Hmmm….

Ich gehe sofort ins Büro und ein Mechaniker kommt zu mir an Bord. Klasse!

Er schau sich die Sache an und meint nur Mayonnaise!.

Dann checkt er den Ölstand und öffnet den Ölfilter.  Aus dem Ölfilter läuft Öl das ein wenig gräulich bräunlich aussieht. Nicht viel aber es ist nun mal da. Das Wasser im Öl. Da es aber noch relativ gut aussieht vermuten wir, dass das Problem erst vor kurzer Zeit aufgetreten sei. Zum Glück habe ich den Motor nur noch 4 Minuten in Betrieb gehabt. Sonst würde es noch viel Schlimmer aussehen.

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Sein Chef kommt an Bord. Ich erzähle ihm von den Problemen. Er tippt sofort auf die Seewasserpumpe. Das deckt sich auch mit der Vermutung von Michael Hermann. Er schau sich die Seewasserpumpe an und sieht sofort, dass an dem Schlitz, wo Wasser austreten soll, wenn die Pumpe verschlissen ist, etwas Gummiartiges steckt. Dahinter ist eine Abdichtung die das Kühlwasser vom Motorblock abdichtet. Er baut die Seewasserpumpe aus und sieht, dass dort 3 Dichtungen sind. Da gehören aber nur zwei Dichtungen hin. Irgendein Depp hat die Pumpe falsch eingebaut. Das muss noch vor meiner Zeit gewesen sein als ich die Morian noch nicht besessen habe. Diese Gummidichtung verschliesst den Spalt um zu sehen wann die Abdichtung zum Motor undicht wird. Also sieht es immer so aus als ob alles Dicht ist, obwohl nichts mehr dicht ist.  Bis jetzt ist alles nur eine Vermutung. Aber dies wird der erste Schritt und der kostengünstigste Schritt sein.

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Er nimmt die Pumpe mit in die Werkstadt und überholt sie. Ein neuer Impeller wird auch eingesetzt und die Frontplatte war auch schon ein wenig eingelaufen. Also wird sie auch erneuert. Am nächsten Tag um 9:30 war der Mechaniker wieder an Bord und baut die Pumpe wieder ein. Ein Ölwechsel wird gemacht. Der Ölfilter wird gewechselt und der Luftfilter vom hintersten Zylinder sauber gemacht. Dort war auch noch ein wenig Mayonnaise zu sehen.. Wir gießen neues Öl ein und starten den Motor. Nach 10 Min. laufen schauen wir uns das Öl noch einmal an. Wir öffnen den Ölfilter und sehen das kaum noch Wasser im Öl ist. Der Mechaniker und ich lächeln uns an. Das sieht gut aus meint er. Also noch einmal ein Ölwechsel samt Filterwechsel. Jetzt lassen wir den Motor richtig warm laufen. Der Motor wird ausgeschaltet und wir machen den Ölfilter wieder ab. Meine Spannung steigt….

No Mayonnaise!!! sagt der Mechaniker und zeigt mir seinen Daumen hoch. Alles ist OK. Wir klatschen uns ab und ich sage. Thanks, i am a lucky man now! You made an great  Job!!!  🙂

Ich lasse zur vorsorge den Motor noch 1,5 Stunden laufen. Alles ist Ok!

Was soll ich noch sagen.

Shipsupport im Belgischen Niewpoort ist wirklich zu empfehlen! Danke Jungs.

Michael Hermann Yachtinside kann ich auch nur wärmstens empfehlen. Danke Michael.

Andrea und Mac. Danke das ihr mich abgeschleppt habt und mir ein Stütze ward. Ihr seit wirklich wahre Freunde und Familie für mich.

Danke an die vielen FB User die an meiner Seite standen und mich mit wertvollen Tipps versorgten du mir helfen wollten. Ihr seit Klasse. J

Jetzt kann unsere Reise weiter gehen…

 

Traumtag trifft träumenden Skipper

Heute segeln wir von Vlissingen nach Neuwpoort an der belgischen Küste.

Irgendwas ist anders.

Ja, die Temperaturen sind vom einstelligen Bereich gestern in den zweistelligen Bereich  gehüpft. Das tut wirklich gut. 40 sm liegen vor uns. DaLang und Morian sind  bereit. Wir zum Glück auch.

Wir verlassen die Schleuse Vlissingen um 12:00.

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Das Wetter und der Wind meinen es wirklich gut mit uns. Östliche Winde um bfo. 3 und 4 versüßen unseren Tag. Die Sonne scheint und der Himmel erfreut uns mit einem tiefen Blau. Ich kann Endlich meine neue Genua ausprobieren. Und was soll ich sagen. Sie sieht nicht nur gut aus, nein sie zieht auch viel besser wie meine alte ausgeleierte Genua. Bei 11 Knoten Wind machen wir 6,2 Knoten über Grund. Und das nur mit der Genua und ohne Großsegel. Ich bin begeistert.

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Nichts ist los als wir die Westeschelde überqueren. Keine Großschifffahrt zwingt uns zum ausweichen. Dann stelle ich den Kurs ein und muss den ganzen Tag nichts mehr tun. Meine Selbststeueranlage erledigt den Rest. Ich setze mich auf das Vordeck und schaue der Genua zu, wie sie uns mit ihren weit ausgebreiteten Schwingen  nach Neuwpoort bringt. Ihre Rundungen und dann dieser triradial Schnitt mit ihren unzähligen Bahnen. Sie sieht schon schön aus…

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DaLang  segelt Morian ein wenig hinterher. Erst als sie zur Genua auch noch das Groß setzt kommt sie auf und ist ein Bisschen schneller wie die. Morian. Es bringt Spass ihr zususehen wie sie neben Morian segelt. Die Moody 336 ist ein wirklich schönes Schiff mit sehr guten und gutmütigen Segeleigenschaften. So wie die Morian. Zwei englische Ladys eben. Nach 7 Stunden erreichen wir Neuwpoort. Ein Traumsegel Tag und ein Tag zum träumen.

aaaaaaaa

Ein langsamer Start und das Wohin?

Ich schiebe das Niedergangsschott auf und knackige 2 Grad Kälte kommen mir entgegen.

Heute wollen wir los. Los nach…hmm.

Wohin denn eigentlich?

So richtig klar ist mir das noch nicht. Eins ist aber klar. Mit Mac und seiner Frau Andrea geht es auf ihrer DaLang und mit meiner Morian gemeinsamen auf Törn. Ich werde mir 3 Monate Zeit nehmen. Mac und Andrea noch ein bisschen mehr.

Wenn wir darüber sprechen kommt die englische Südwest Küste und Spiel. Isle of Wight stehen sicherlich auf dem Programm. Aber nicht immer nur Cowes. Dort gibt es noch andere schöne Plätze, an denen ich immer vorbeigesegelt bin. Auch die Festland Seite mit ihren Flüssen reizen. Apropos Flüsse. Die haben es mir irgendwie dieses Jahr angetan. Dort für längere Zeit an einer Moorig liegen oder Ankern. Das wird unsere Devise sein. Auch deshalb habe ich mir mein neues Ankergeschirr samt El. Ankerwinde gekauft. Ich bin schon unzählige Male im englischen Kanal gesegelt. Meistens aber längere Strecken. Dabei habe ich viele schöne Häfen ausgelassen. Im lieblichen Cornwall möchte ich auch mal länger  verweilen. Die Scillys sind aber wieder ein Muss. Die Kanalinseln auch. Vielleicht mal bei Lands End nach steuerbord abbiegen um dann nach St. Ives zu segeln. Dort soll es ja auch sehr schön sein. Oder den Bristol Channel rauf oder lieber überqueren, um dann doch noch hoch nach Schottland zu segeln. Frankreich ist auch ein Muss. Die Bretagne ist ja auch schön. Keine Ahnung was passiert. Karten und Handbücher sind von den Gegenden an Bord. Mal sehen wie Fit ich bin. Das letzte Dreiviertel Jahr hat mich sehr zugesetzt. Ich muss es einfach was langsamer angehen lassen wie sonst.

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Als wir um 10:00 ablegen sind es schon satte 4 Grad draußen. Brrr. Heute geht es nur nach Vlissingen. Also segeln, motoren wir bis nach Veere um in den Walcheren Kanal zu kommen.

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Wir warten vor der Stationsbrücke in Middelburg 1,5 Stunden um dann in knapp einer Stunde und mehreren Brücken nach Vlissingen zu kommen. Hier bleiben wir bis Morgen. Um 10 Uhr ist die Tide günstig um die 38 Sm nach Neuwpoort in Belgien zu segeln. Hoffentlich wird es wärmer.

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In eigener Sache…

Ich bekomme viele Zuschriften oder Anfragen, wo ich denn meine Ankerkette oder den Anker gekauft habe und was ich dafür bezahlt habe.

Ich gebe sehr gerne meine Erfahrungen an Euch weiter.

Ich kaufe mal hier mal dort ein. Es gibt bei mir keine Präferenz.

Da ich viel von Fairness halte und auch von der Marktwirtschaft, möchte ich euch darauf hinweisen, dass ich keinen Anbieter bevorzugen oder benachteiligen möchte. Ich bin mit keinen von denen verbandelt oder sonst irgendwas. Es ist ein leichtes heute unter Google oder anderen Suchmaschinen Preise oder Zulieferer Adressen heraus zu finden.

Ich hoffe ihr versteht mich, dass ich nicht jedem einzelnen von Euch eine Antwort schreiben kann.

DANKE und nun mal was ganz anderes… 😉

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Warum dieser Anker!

Ankertypen gibt es wie Sand am Meer.

Welcher ist der beste?

Ich meine natürlich, welcher ist für mich und meinem Bootstyp am besten.?

Welcher passt in meine Bugrolle. Wie lang ist der Ankerschaft? Passt der noch vor die Ankerwinsch? Passt dann auch noch der Ankerwirbel? Wo werde ich Ankern? Auf welchen Grund werde ich Ankern? Mal wieder Fragen über Fragen. Ach ja, da ist die Sache auch noch mit dem Preis.

Morian hat einen 21 kg CQR Anker auf ihrer Bugrolle. Vor 32 Jahren war das noch State of the Art. Aber heute?

Ich war nie so Glücklich mit diesem Anker. Er gräbt sich fast immer sehr zögerlich ein. Auch auf Sand dauert es lange und ich pflüge rückwärts über das Ankerfeld. Wenn ein bisschen Seetang dabei ist muss ich immer mal wieder einen neuen Anlauf nehmen. Und das mit meiner Handankerwinde. Nein, ich möchte das nicht mehr.

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Fragt man Leute die viel Ankern gibt es die unterschiedlichsten Antworten. Fragt man Weltumsegler wird die Sache schon einfacher. Es kristallisieren sich nur noch ein paar Ankertypen raus die immer wieder genannt werden. Bügelanker, Delta Anker, Rocna Anker, Vulcan Anker und Kobra Anker. Also dann, wenn man einen Anker mit Pflug haben möchte. Und ich möchte einen. Denn der passt am besten in die Bugrolle. Auch  sind die Preisunterschiede beträchtlich. Von ca.230€ für einen 25 Kg. Kobra bis zu ca. 800€ für einen 25 Kg Vulcan Anker von Rocna. Die Angaben welche Größe man nehmen soll sind von Hersteller zu Hersteller auch unterschiedlich.

Ich schaue bei den Empfehlungen des Germanischen Loyds nach. Morian wiegt ungefähr 10 to. Der Germanische Lord empfiehlt bei Anker mit hoher Haltekraft für 8 to. 17 kg Ankergewicht und für 12 to. 21 kg Ankergewicht. 10 to. geben die nicht an.

Natürlich ist das Schiffsgewicht nicht alleine dafür verantwortlich wie schwer der Anker sein soll. Manche Schiffe haben wenig Windwiederstand andere einen höheren. Das stampfen vor Anker ist auch zu berücksichtigen. Die Ankerkette ist dann wichtig und sie hat im Durchhang  eine federnde Funktion, um Spitzenlasten vom Anker zu nehmen. Die Fläche der Flunken, die sich in den Sand eingräbt ist auch zu berücksichtigen.

Ich frage einen Weltumsegler in unserem Verein.

Er schwört auf den Rocna Anker. In den 5 Jahren seiner Weltumsegelung hat er nie Probleme gehabt. Das hört sich doch schon mal gut an. Ich frage andere Segler. Es stellt sich bei mir heraus, das der Rocna und der Bügelanker sehr weit vorne liegen. Ich lese Testberichte von der Yacht und von anderen englische Publikationen. Ich lese Bücher. Ronca ist auch wieder sehr weit vorne. Der Kobra macht auch eine sehr gute Figur. Und der Kobra ist von allen Ankern auch noch der billigste. Na dann. Letztes Jahr habe ich mir ja den Kobra Anker für meine Reise über die Biscaya nach Galizien und zurück gekauft. Er hat viel besser wie mein alter CQR gehalten. Leider habe ich ihn ja in einer der zahlreichen Ankerbuchten verloren. Der Gefiel mir schon gut. Aber durch seine Form passte er schlecht in meine Bugrolle. Der Schaft war auch ein wenig zu Lang und passte gerade so bis kurz vor die Ankerwinsch. Es war schwer den Anker auf der Bugrolle fest zu fixieren. Auch war er schlecht verarbeitet. Die Verzinkung platze schon ab und der Schaft ist wirklich scharfkantig.

Ich lese in englischen und amerikanischen Foren. Immer wieder taucht der Rocna Anker auf. Viele Weltumsegler sind begeistert. Ich kenne jetzt auch mehrere Segler die auf Ihn schwören. Also besuche ich die Internetseite der Firma, lade mir ein 1:1 Muster zum Downloaden runter, um mir ein Pappmodell zu bauen. So kann ich herausfinden, ob der Anker auf meine Bugrolle passt. Ja, und er passt. Ich schaue nach dem Preis und setze mich erst mal hin. Um die 650€ kostet der Anker bei den Versendern. Puhh, soll ich nicht doch den Kobra nehmen?. Ich sehe mir den Rocna Anker auf der Messe an. Was für einTrümmer ist das denn. Er begeistert mich sofort. Der sieht nach Hightech aus mit einem Bügel, der dafür sorgt, dass der Anker nicht auf dem Rücken landen kann. Und dann diese Flunken. Riesig sind sie. Größere habe ich bei einem 25 Kg Anker noch nicht gesehen. Ich stelle mir vor, dass sich diese große Fläche  in den Sand eingräbt. Das hält! Und diese scharfe Flunkenspitze. Sie gräbt sich schnell ein. Die Verarbeitung ist sehr sauber.

Ich bestelle den 25 kg Rocna Anker!

Hier ist der Unterschied der Fläche zu sehen von meinem 21 kg. CQR mit dem 25 kg. Rocna. Was für ein Unterschied!

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So bin ich an das Thema Anker ran gegangen. Anders geht es sicherlich auch. Ob ich an alles Gedacht habe weiß ich  nicht. Ich für meinen Teil habe aber mit guten Gewissen diesen Rocna Anker  gekauft. Auch habe ich mehr Geld ausgegeben als ich wollte. Ob er sich bei mir bewährt ? Das weiß ich jetzt noch nicht. Ich werde berichten. Wenn der Anker Käse ist, wird er vielleicht auch in einer Bucht in Galizien ertränkt. Das ist aber eine andere Geschichte…

Warum diese Ankerkette.

Vorgestellt habe ich mir eine 10mm Ankerkette mit Zertifikat  zu besorgen. Sie sollte 50 Meter lang sein.

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Feuerverzinkt oder Edelstahl war hier die Frage. Edelstahl 1.4571 oder 1.4462. Edelstahl 1.4571 soll gut für unsere Breiten sein. In wärmeren Gewässern sollte man 1.4462 nehmen. Diese Legierung ist korrosionsfrei.

Welche Kettennuss brauche ich für welche Ankerkette?

Chinakracher oder Kette mit Zertifikat?

Güteklasse G30 oder was?

Ich schaue in mein Portmonee und sehe so ein großes Loch, dass die ganze Ankerkette durchrauschen kann.

Ein Problem löst sich von alleine. Und zwar das mit der Kettenstärke 8mm oder 10mm.

Ich schaue in den Ankerkasten und sehe, das ich nicht sehr viel Platz habe. Damit die Kette ohne sich zu verklemmen sauber in den Ankerkasten fallen kann, braucht sie bei einer Horizontalen Ankerwinde, mindestens 30 cm Rest Fallhöhe.  Und zwar dann, wenn die komplette Ankerkette im Ankerkasten ist. Bei einer Vertikalen Ankerwinde braucht es noch mehr an Fallhöhe. Denn die einzelnen Kettenglieder müssen nicht nur sauber über die Kettennuß geführt werden sondern auch noch einen 90 Grad Knick runter in den Kettenkasten vollbringen. Bei dieser Version ist eine Edelstahlkette besser. Sie rutscht und knickt durch Ihrer glatten Beschichtung einfach besser.

50 Meter 10 mm Kette passen einfach nicht in den Kettenkasten

Also, es wird eine 8mm Kette.

Die Preise variieren beträchtlich von ca. 4€ der Meter  8mm Kette verzinkt als Chinakracher ohne Zertifikat bis 34€ der Meter  8mm Kette in 1.4462 Chromox Duplexstahl mit Zertifikat.

Bei den üblichen Versendern kosten diese Ketten zwischen 6€ und 17€ der Meter ohne Zertifikat.

Und dann gibt es noch verschiedene Güteklassen bei den Ankerketten. Die „normalen“ Ketten haben die Güteklasse G30. Bei 8 mm Kette bedeutet dass eine Bruchlast von 32 kN. Es gibt aber auch Hochfeste Ankerketten der Güteklasse G40 oder noch mehr.

Ich finde herraus, dass bei 8mm Kette G30 die Bruchlast 32 kN ist. Bei 8mm Kette G40 ist die Bruchlast 43 kN. Das hört sich doch gut an mit der G40 er Güteklasse. Ist mir sowieso lieber. Denn ursprünglich wollte ich ja eine 10 mm Kette haben. Die hat ja eine höhere Bruchlast als die 8mm Kette. So komme ich wenigsten ein wenig näher an die Bruchlast der 10mm Kette.

Aber da war ja mein Problem mit dem Loch…

Ich suche weiter im Netz.

Da ist sie!!!

Lofrans Hot Dip Galvanized Grade 40 Chain with Certificate in 8mm mit einer Bruchlast von 42 kN!

Und das ganze für ca. 6,00€ der Meter.

Herausgefunden habe ich auch, dass die Ankerketten nach DIN oder ISO bemaß sind.

Das ist wichtig wenn man eine Ankerwinsch bestell . Sie muss mit der richtige Kettennuß ausgestattet sein. Aber es ist doch einfacher als gedacht. Bei 6,8 und 13mm Kettenstärke ist die Nußgröße bei DIN und ISO gleich. Aufpassen muss man bei 10 mm Ankerkette. Dort unterscheidet es sich ob man DIN oder ISO nimmt.IMG_5324 2

Ich bestelle 60 Meter 8mm Ankerkette der Güteklasse G40. Nach 10 Tagen wird sie per Spedition geschickt. Der Anker kommt auch direkt mit.

Warum ich diesen Anker genommen habe ist eine andere Geschichte…

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Ach ja, ich habe mit Lofrans nichts zu tun und habe auch kein Preisnachlass bekommen!!

ICH TEILE EINFACH MEINE ERFAHRUNGEN MIT EUCH.

 

 

 

Neue Ankerwinsch!

Morian braucht eine neue Ankerwinsch. Und zwar eine Elektrische.

Bis jetzt habe ich meinen 22 Kg CQR Anker immer mit der Hand hochgezogen. Das ist ein Kraftakt und tut meinem lädierten Rücken sowieso nicht gut. Auch ist es gefährlich, den Anker samt Geschirr nicht schnell genug aufs Boot zu befördern. Mit der alten Hand Ankerwinsch von Vetus bin ich nie warm geworden. Von Hand betrieben befördere ich mit einem Hub ca. 20cm. Kette ein. Bei 30 und mehr Metern bringt das kein Spass. Deshalb gebe ich beim Ankeraufnehmen ein wenig Gas nach vorne, kuppele aus und renne nach vorne. Dann ziehe ich von Hand das Geschirr so lange hoch, bis keine Fahrt voraus mehr ist. Also schnell wieder ins Cockpit, erneut Gas geben und die ganze Prozedur noch mal von vorne. Nein, dass bringt wirklich kein Spass…

Ich träume von der 1500Watt Lofrans Tigers Ankerwinsch samt 50m 10mm Kette und dem 25 Kg Ronca Anker. Je größer des so besser ist meine Devise. Auch möchte ich einen Funkfernschalter mit Kettenzähler haben. Für den Einhandsegler eine feine Sache. Zwei Fußschalter in der Nähe von der Ankerwinde machen die Sache für mich perfekt.

Nur bekomme ich Traum und Realität nicht zusammen.

Und zwar liegt es daran, wieviel Platz ich auf meinem Verdeck habe und wie groß mein Ankerkettenfach ist. Morian´s Ankerkasten ist vollkommen geschlossen ohne Deckel ganz vorne im Bug verbaut. Einen Zugang gibt es nur von der Vorderkoje aus. Ein Loch im Deck durch V4a Geschützt befördert die Kette in die Tiefe des Ankerkastens. Das Schott am Fussende dient als Wand zum Ankerkettenkasten. Die alte Ankerwinsch ist durchs Deck verbolzt mit großen Gegenplatten auf der Unterseite verstärkt. Die beiden achtetern Bolzen sind kurz vor der Wand durchbohrt. Genau da, wo das Winkellaminat von der Wand ist. Das ganze wird dann noch mit großen Gegenplatten verstärkt. Das ist sehr robust. Genauso möchte ich auch die neue Winsch montieren.

Leider passt die große Lofrans Tigers Winsch nicht. Sie nimmt viel zu viel Platz weg auf dem Verdeck. Es wird sehr schwer sein von vorne über den Bugkorb zu steigen um an Deck zu kommen.

Es wird eine Nummer kleiner. Und zwar die 1000Watt  Lofrans Cayman. Die ist auch ausreichend Dimensioniert für meine Morian. Da ich ein 24 Volt System durch meinen Bugstrahlruder habe und vorne meine Batterien sind. entscheide ich mich für die 24 Volt Lösung. Dadurch brauche ich auch nicht so dicke Anschlusskabel. 25qm anstatt 35qm.

Der Einbau ist mühevoll und mit vielen Verrenkungen meinerseits vorangegangen. Aber nach 20 Stunden Arbeitszeit war die Winsch verbolzt und an den vorderen Batterien angeschlossen sowie der Empfänger von dem Funkfernschalter und die beiden Fußtaster .

Vorher

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Nachher

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Auf die neue Ankerwinsch werde ich noch kleine Trendmaster Pads aufkleben, damit man nicht auf ihr ausrutschen kann.

Warum die  Ankerkette nur 8mm und nicht 10mm wurde und warum ich den Ronca  Anker genommen habe ist eine andere Geschichte…