Und dann kam Cedeira und mein persönlicher Strand…

Der Anker fällt auf 5 Meter und gräbt sich schnell ein. Mit voll Rückwärts versichere ich mich, dass er hält. Ich nehme zwei Peilungen an Land und schalte die Ankerwache auf meinem I Pad an. So kann nichts passieren.

IMG_0887-Bearbeitet-Bearbeitet

IMG_7435

IMG_7436

 

Ich stehe, besser gesagt Morian schwoit ein wenig hin und her vor Anker. Keine Fahrt durchs Wasser, wie es in den letzten 99 Stunden so war. Irgendwie ein seltsames Gefühl.

Kein Rauschen der Bugwelle, kein flattern der Segel und endlich auch mal kein Motoren Lärm.

DJI_0075-Bearbeitet

Ich schaue mich um. Nur eine Segelyacht liegt hier. Eine X 421. Ohh, da weht eine Deutsche Fahne am Heck. Was für ein Zufall jetzt zu dieser Jahreszeit. Hier in der Gegend ist echt keiner unterwegs. Ich mache das Schlauchboot klar und möchte an Land. Als ich an der Yacht vorbei fahre, winkt mich ein älterer Herr zu sich. Ich tuckere mit meinen 2,3 Ps langsam zu ihm. Komme an Bord, meint er zu mir. Hallo, danke ich komme gerne. Schwups sitze ich in Cockpit und er stellt mir auch seine Frau vor. 80 Jahre alt ist er. Seit 16 Jahren sind sie schon gemeinsam mit dem Boot unterwegs.. In der Karibik, Azoren, Kanaren, Afrika, in den Norden nach Norwegen, Orkneys und noch vieles mehr. Jetzt zwickt es in den alten Knochen manchmal sagt er mir. Wir sind jetzt auf dem Weg zurück nach Hamburg.

Danke für eure Zeit. Ich steige in Schlauchboot und tuckere an die Kaimauer, von wo ich bequem an einen Steg festmachen kann. Ein 2 km langer Weg führt in die kleine Stadt Cedeira, die durch einen Fluss geteilt ist. Es ist sehr „Flächig“ hier, viel ist mit Beton zugebaut und große Flächen gepflastert. Ein großer Strand liegt Sichelförmig vor der Stadt. Hier spielt sich das Leben ab. Auf der Promenade und den kleinen Geschäften. Touristen sind keine da. Ich setze mich in ein Cafe und beobachte die Menschen hier. Laut sind sie. Ja laut, wenn sie sich unterhalten. Oder bin ich schon zu lange alleine gewesen?

Ich laufe ein wenig durch die Stadt. Dann aber doch wieder zum Schlauchboot.

IMG_0882

IMG_0832

IMG_E0852

IMG_0843-Bearbeitet

IMG_0861-Bearbeitet

IMG_0868

IMG_0867

DJI_0071-Bearbeitet

Ich tuckere um die Hafenmole und sehe hohe Felsen, die bewaldet sind. Moment mal, da ist ja ein kleiner Strand. Klasse, da möchte ich hin. Vielleicht 50 Meter lang ist er in einer kleinen Bucht. Kein Mensch ist hier. Fußspuren suche ich hier vergeblich im Sand. Eine Oase der Ruhe. Nur das Brandungsrauschen höre ich. Was für eine beindruckende Atmosphäre ist hier. Im Sommer stapeln sich die Leute sicherlich hier. Eine Holztreppe geht ca. 100 m in den Felsen hoch. Dies ist also der Zugang zu diesem Strand.

Zum Glückhabe ich meine Drohne dabei und lasse ihn aufsteigen um ein paar Fotos zu machen seht her…

DJI_0044-Bearbeitet

DJI_0006-Bearbeitet

DJI_0027-Bearbeitet

DJI_0011 Kopie-Bearbeitet

DJI_0016 Kopie-Bearbeitet

Dann klettere ich am Felsen entlang zu einem Plateau, wo eine Ruine steht. Wie nennt man das heute in Neudeutsch? Lost Places. Ja genau dort befinde ich mich jetzt. In der Ruine liegt der Sand, der angespült wurde. Auch wieder keine Fußspuren. Hier gibt es auch keinen Weg zur Ruine. Alles zu gewuchert und vom Meer davongerissen. Nein, hier war schon lange keiner mehr. Ich setze mich auf den Felsen vor der alten Ruine und spüre einfach.

IMG_0942-Bearbeitet Kopie

IMG_0929-Bearbeitet

Galicien fühlt sich gut an..

Advertisements
Veröffentlicht unter Uncategorized | 1 Kommentar

59 die Fünfte.

Land in Sicht!

9:00

Und schon wieder Sonne und blauer Himmel. Aber diesmal ist etwas anders.

Der Wind, ja genau der Wind. Er bläst mit 23 kn und mehr. Ganz plötzlich war er da. Das Groß ist im zweiten Reff. Wir fliegen nur so dahin.

IMG_0800

Auf einmal möchte ich nicht mehr nach A Coruna. Großstadt, jetzt? Nein Danke.

Es war so friedlich hier draussen. Ich möchte jetzt nicht in die Hektik der Großstadt. Jetzt in einer schönen Bucht vor Anker liegen, langsam ankommen. Das ist meine Devise.

Ich schaue in die Karte. NE von A Coruna gibt es den RIA DE CEDEIRA. Eine Bucht die komplett von Winden aus NE geschützt ist. Ich erinnere mich daran, davon schon mal gelesen zu haben. Und von Ihr wurde nur schönes berichtet. Also Kurswechsel. Ich luve an und merke jetzt erst was für ein Wind draussen weht. Morian krängt sich auf die Seite. Das erste mal bei der Biskaya Überquerung. Morian stürmt los Richtung Land. Sehen kann ich es noch nicht.  5 Stunden später erahne ich so etwas von Land. Oha, die Berge sind hier aber ganz schön Hoch sage ich mir.

IMG_1065

Die Einfahrt in die Bucht kann ich nicht sehen. Vor mir werden die Berge etwas flacher. Da muss also die Einfahrt sein.

Natürlich ist es kein Problem, die Einfahrt zu finden mit der heutigen elektronischen Navigation. Ich berge das Groß. Es wird immer windiger und muss sowieso runter. Was ist denn das für ein tolles Gefühl, dass in mir hochkommt. Ich sehe die Einfahrt und freue mich riesig. Ich bin Glücklich, Einhand von Holland hier hin gesegelt zu sein. Ein Traum wird wahr…

Der Anker fällt auf 6 Meter Tiefe. Ich Ankere vor der langen Mole, die mich vor Schwell schützt.  Direkt beim ersten mal greift der Kobra Anker. Das kenne ich von meinem alten CQR nicht.

Ich bin da und in Gedanken PAPA mit mir.

DJI_0084-Bearbeitet

DJI_0075-Bearbeitet

99 Stunden habe ich von Guernsey bis hier her gebraucht. 476 sm lang war die Strecke lang. 42 Stunden lief der Diesel. 57 Stunden bin ich gesegelt. 932 sm sind seit Holland im Kielwasser. Es ist nichts kaputt gegangen.

UND DANN KAM CEDEIRA…

Veröffentlicht unter Uncategorized | 1 Kommentar

104 die Vierte.

11:35  !

Der Tag ist wunderbar. Sonne, blauer Himmel und eine leichte Brise kommt aus NE in dem ich segeln kann. Morian wird von der elektrischen Selbststeuerung sehr gut geführt. Das surren des Motors ist mir zur Gewohnheit geworden.

Irgendwas zieht mich nach vorne zum Bug. Also stehe ich auf und gehe nach vorne. Auf einmal hören ich ein platschen. Pfeilschnell kommen Delfine an Morians Bug geschwommen. Als wenn sie auf uns gewartet haben. Ca. 10 dieser wunderbaren Tiere spielen mit der Bugwelle der Morian. Sie wechseln immer von einer zur anderen Seite. Dann lassen sie sich zurückfallen um wieder Anlauf zu nehmen, um wie ein Pfeil zur Bugspitze zu schwimmen. Manchmal machen sie Sprünge. Sicherlich zu ihrer Freude und zu meinem Vergnügen. Ich bin begeistert und bin eins mit dem Meer und den Delfinen.

P1040440-Bearbeitet

Heute bin ich den vierten Tag auf See. Mir ist überhaupt nicht Langweilig. Die Tage vergehen wie im Fluge. Natürlich ruhe ich viel und versuche immer mal wieder zu schlafen. Schiffe kommen mir nie zu Nahe. Mein AIS hält mich auf den laufenden. An Steuerbord sehe ich manchmal einen großen Frachter am Horizont. Sie sind nie so nahe, dass mein Alarm, den ich auf 2 sm eingestellt habe anspringt. Nur 3 mal hat er mich Heute genervt. Ich musste aber nie meinen Kurs ändern. Seit dem ich ein aktives AIS habe, weiche mir die Biggies im großen Bogen aus. Nur manche Fischer kommen mir zu nahe. Sie fahren kreuz und quer. Ist schon schlecht auszumachen wohin sie wollen. Naja, gefährlich wurden solche Begegnungen nie. Die Segelstellung musste ich heute nicht einmal verändern.

Der Abend kündigt sich mal wieder mit einem Sonnenuntergang an, der mal wieder so farbenfroh ist, wie in Tuschkasten. Leuchten Orange geht die glühende Kugel hinter dem Horizon unter, um mir mit einem orangen Blitzen,  gute Nacht zu sagen. Morian segelt ruhig auf dem Meer. Die Dünung ist ca. 2 Meter hoch. Kleine Wellen drauf sind nicht der Rede wert. Was habe ich doch für eine Glück bei meiner ersten Biskayaüberquerung.

P1040509-Bearbeitet

Heute ist es auch nicht so kalt. Sonst lag ich dick eingemummt mit Faserpelzunterwäsche und Ölzeug auf dem Salonsofa und zog mir noch eine Decke über die Nase um zu schlafen. Sogar mein Seestiefel habe ich dabei noch angelassen. So kalt war es in den letzten Nächten. Nun kann ich wenigstens das Ölzeug und die Stiefel ausziehen um mein Schlaf nachzuholen. Den Wecker muss ich nicht mehr stellen. Jede Stunde werde ich wach., stehe auf, schaue auf das I Pad was neben mir steht. Achte darauf ob etwas am AIS zu sehen ist, steige ins Cockpit, mache mein Rundumblick, checke die Segelstellung und lege mich wieder hin. So geht das die nächsten 11 mal. Wenn ein Schiff mir zu nahe kommt, bleibe ich natürlich im Cockpit und beobachte, wie seine Lichter an mir vorbei ziehen.

Das ganze wird vom Mond beobachtet.

P1040372

P1040377-Bearbeitet

P1040403

Um 06:00 werde ich von einem Leuchten am Horizont wieder in den neuen Tag begrüßt. Die Nacht war Ruhig und Ereignislos.

P1040328-Bearbeitet

417 sm bin ich nun schon unterwegs. Noch 49 sm bis A Coruna…

 

 

 

 

Veröffentlicht unter Uncategorized | Kommentar hinterlassen

113 die Dritte und Probleme.

02:25 in der dritten Nacht.

Ich werde wach nach 45 min schlafen. Der Wecker klingelt immer nach 45 Minuten, damit ich einen Rundblick mache, auf das AIS schaue, und checke, ob alles in Ordnung ist. Das ist Routine. Manchmal bin ich schneller im Kopf wach und manchmal dauert es ein wenig bis ich meine Gedanken fassen kann. Die Übermüdung macht sich doch breit.

Diesmal bin ich sofort wach.

Wind ist da! Endlich!

Die Genua kann ich setzen. Der Wind kommt genau von hinten. Ich setze die Genua auf der einen und das Groß auf der anderen Seite. Schön, mit einem Bullenstander fest gewinscht. So kann nichts passieren. Wir machen 5,4 kn Fahrt durchs Wasser. Nach 32 Stunden ist endlich kein Brummen vom Dieselmotor mehr zu hören. Klasse.

Ich schaue mich draußen um.

So einen klaren Sternenhimmel habe ich noch nie gesehen. Nichts von dieser einmaligen Szenerie wird durch Dunst oder Schmutz verschleiert. Auf den Wellenkämmen glitzert der Mond und Morian zieht das Meeresleuchten in einem Schweif hinter sich her.

Ich bleibe noch was im Cockpit sitzen und staune…

Nach vielen kleinen Schlafpausen graut der Tag und die Sonne kommt in einem leuchten Gelborange raus. Der Himmel ist blau und einige Schäfchenwolken sind am Firnament.

IMG_1074

IMG_1079

4

 

Um 11.00 wird der Wind lascher.

Es wird Zeit den Blister zu setzen. Den Blister? Ich alleine. Niemals, habe ich letztes Jahr gesagt, als ich mit Mac mich aufmachte, um nach Irland zu segeln. Dort haben wir ganz enorme Schwierigkeiten gehabt ihn wieder in dien Bergeschlauch zu bekommen. Irgendwas hatte sich verheddert.

Aber den Motor anmachen, ist für mich auch keine Option.

Also ziehe ich ihn durch das Vorluk auf Deck und schäkele ihn an. Dann ziehe ich das ganze Geraffele hoch und an der Leine, um den Bergeschlauch nach oben zu ziehen. Majestätisch öffnet sich der Blister, als der Wind ihn erfasst. Morian macht wieder einen Satz nach vorne..

10 Stunden segeln wir so wie auf Schienen. Die elektr. Selbststeuerung macht das alles prima.

Mal frischt der Wind was auf, mal lässt er wieder etwas nach. Traumsegeln.

IMG_1061

IMG_1068

Heute gibt es Süßkartoffeln angebraten mit Gemüse und Käse überbacken.

IMG_1078

 

Um 21:00 möchte ich den Blister bergen. Durch die Nacht traue ich mich nicht so zu fahren. Der Wind hat etwas zugenommen. So auf 16 kn.

Ich gehe auf Vordeck und möchte den Bergeschlauch runter ziehen. Nichts geht. Hmm und nun? Ich hänge mich an die Leine. Nichts rührt sich. Mist, was mache ich jetzt?

Erst mal in Ruhe überlegen. Wenn ich den Blister jetzt am Fall runterziehe wird er nach vorne ausgeweht werden und ins Wasser fallen, bevor ich es von Hand reingezogen habe.

Also nicht gut.

Was ist, wenn ich den Motor anmache, schön Gas gebe um den scheinbaren Wind zu minimieren. So wird der Gennaker sicherlich nicht so weit nach vorne ausgeweht. Ich schnappe ihn mir dann und ziehe ihn rein. Also Motor an und probieren. Leider funktioniert das auch nicht so. Böen lassen ihn immer wieder weit nach vorne auswehen.

Also Plan C.

Ich fahre unter Motor gegen den Wind. Wenn ich unter Selbststeueranlage schön gegen den Wind fahre, wird ja der Blister auf Deck geweht.. Nur so ganz genau gegen den Wind möchte ich es auch nicht machen. Dann wird der Blister sich sicherlich um das Vorstag wickeln. Also ein paar Grad abfallen. Ich denke mir, dass der Blister dann schräg auf Deck geweht wird.

Ich öffne die Klemme vom Fall. Jetzt wird es tricky. Die Klemme befindet sich unter der Sprayhood und eigentlich müsste ich das Fall langsam fieren und gleichzeitig am Vordeck stehen um den Blister einzusammeln. Ich entscheide mich aber im Mittelcockpit zu bleiben. Denn von dort aus komme ich an das Achter und Unterliek. Hier ist es mir einfach sicherer zu sein. Ich lass das Fall über die Winschtrommel gleiten, damit sie nicht so schnell runterkommt. Der Blister fängt an zu schwingen und fällt ein. Zum Glück weht er nach Steuerbord hinten aus. Ich versuche den Hals zu greifen um dieses 115qm große Biest zu greifen. Es flattert gewaltig und ich denke nur, hoffentlich bleibt es nicht irgendwo hängen und wird zerfetzt. Langsam ziehe ich das Segel an Deck. Jetzt muss ich doch aufs Seitendeck, um dieses riesigen Stoffmonster zu greifen. Fasse ich in der Mitte, weht das Ende wieder aus.. Als der ganze Kram unten war, möchte ich es durch Vorluk in die Vorpiek stauen. Als ich die Hälfte drin hatte, merke ich, dass ich die Schot noch nicht gelöst habe. Also muss ich ins Cockpit die Schot lösen, um das Segel ganz in die Vorpiek zu stopfen. Kaum bin ich an der Schot, wird das leichte Tuch vom Wind erfasst und aus dem Vorluk wieder an Deck geblasen. Ein Teil vom Blister weht direkt ins Wasser. Oha…

Ich renne schnell wieder aufs Seitendeck und erfasse das Segel. Mit all meiner Kraft ziehe ich daran. Da das Segel ungefähr zu einem Drittel im Wasser hängt, ist der Wiederstand ihn an Deck zu zerren immens. Ich bekomme ihn gerade so zu halten, dass das Segel nicht komplett ins Wasser gezogen wird. Mist noch mal Grrrr…..

Mir tun die Arme und die Hände jetzt schon so weh. Meine Muskeln sind kurz vor dem Platzen. Mit all meinen Kräften ziehe ich unter Fluchen am Segel und habe es dann ca. nach 10 Minuten wieder an Deck und danach im Vorschiff.

Als ich unten in der Kajüte bin, lege ich mich erst mal auf die Koje. Schweißgebadet, mit zitterigen Knien liege ich dort und habe unheimliche Muskelschmerzen in den Armen und Schultern. Schlecht ist mir jetzt auch noch geworden…

Nach 5 Minute gehe ich wieder an Deck, stelle den Kurs wieder ein und motore weiter in den Sonnenuntergang.

Ich bin bedient für heute und gehe nach einem Rundumblick in die Koje.

Nach einer dreiviertel Stunde klingelt der Wecker wieder und die Routine geht weiter…

 

313 sm bin ich nun seit Guernsey unterwegs. Noch 150 sm.

IMG_1066

Veröffentlicht unter Uncategorized | 4 Kommentare

107 die Zweite.

Samstag, der 04.05.2018.

Wir dieseln immer noch. Es ist einfach kein Wind. Die hohe Dünung aus NW lässt Morian heftig rollen. Ich nehme das Großsegel ins zweite Reff um es flacher zu trimmen und um es als Stützsegel zu nehmen. So knallt es nicht so laut, wenn Morian mal wieder heftig von der einen auf die andere Seite rollt. Müde bin ich. Habe mir gerade was zu Essen gemacht. Müsli mit Milch passen schon. Immer wieder setze ich die Genua um dann nach einer halben Stunde doch wieder den Diesel zu starten. Ich werde sicherlich die langsamste Biskaya Überquerung der Geschichte machen.

Gegen 15:00 und nach 130 sm kommt die Ile d Quessant in Sicht. Zwischen Verkehrstrennungsgebiet und der Insel werde ich meinen Kurs nach Süden setzen um in die Biskaya einzufahren. Klasse, dass meine Rechnung aufgegangen ist und ich hier Mitstrom habe.

Als ich die Küste und die Leuchttürme sehe fällt mir erst richtig auf, wie hoch die Dünung steht. Immer wieder versperren mir die Wellenberge die Sicht auf die Insel.

1

Hier an Bord ist alles gut. Wenn ich Lust habe, mache ich mir was zu Essen. Diesmal Reis mit Gemüse und ein wenig Hähnchenfleisch. Ich bin einfach im Hier und Jetzt. Mache mir keine Sorgen und leben den Moment. Morian gibt mir so ein Gefühl von Sicherheit. Ich schaue auf die Wellen, nicke immer mal wieder ein, staune über die Farben am Abend und diese unwahrscheinliche Klarheit hier auf See. Die Dämmerung bricht ein, mein AIS fängt an zu schreien und schon sehe ich ein Schiff achteraus kommend , der mich dann überholt.

2

3

Hier Draußen ist sonst nicht viel los.

200 sm haben wir jetzt im Kielwasser von Guernsey aus.

Die zweite Nacht fängt an…

Veröffentlicht unter Uncategorized | Kommentar hinterlassen

93 die Erste.

10:00. Die erste Nacht ihr rum. 93 sm habe ich hinter mir. Ich habe viel geschlafen. Vielleicht zu viel? 12 Stunden sind zusammen gekommen. Immer jede Stunde unterbrochen, um nach den Rechten zu sehen. Müde bin ich trotzdem. Hier ist nichts los. 2 mal ging nur der Alarm vom AIS los. Sonst ist hier nur Dunkelheit. Mein Ais auf dem I Pad ist richtig klasse. Hätte ich mir mal früher kaufen sollen.

Es ist immer noch kein Wind. Seit Donnerstag um 17:00 lärmt der Diesel. Grau in Grau zeigt sich die See.

Es ist furchtbar Kalt Nachts. Ich habe alles was ich besitze an. Ist einfach zu früh in diesem Jahr.

Alle gut an Bord.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Kommentar hinterlassen

Glücklich!

Für Papa

Es geht los. Das Meer empfängt mich mit einem intensiven Türkisblau. Das Wetter kann nicht besser sein. Die Sonne scheint und es sind 14 Grad.

Am St Martins Point wechsele ich meinen Kurs auf 245 grad um im 114 sm die ISLE QUESSANT zu erreichen, von wo ich  dann nach Süden über  die Biskaya gehe. Ab hier merke ich auch wie die Dünung immer höher wird. Das fühlt sich gut an.

Über den Tag versuche ich viel zu schlafen. Schiffe sind hier keine. Mein Ais Alarm ist eingeschaltet. Jetzt fängt die Bordroutiene an…

img_7397

Papa, du bist die ganze Zeit dabei…

Veröffentlicht unter Uncategorized | 1 Kommentar